MÜNCHEN. Zu einem Betriebsbesuch der besonderen Art trafen sich Ende Juli Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche und Bestattungshandwerk im traditionsreichen Münchener Bestattungsunternehmen Karl Albert Denk Bestattungen. Der Austausch war auf Initiative des Zentralverbandes des Deutschen Handwerk und des Bundesverbandes deutscher Bestatter zustande gekommen. Neben Peter Lysy, Christian Dittmar, René Steigner und Roland Hacker vom kda Bayern nahmen Pfarrerin Heike Lüttgens von der Projektstelle für Trauerarbeit im Dekanatsbezirk München, Stephan Neuser, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e. V., und Bestattermeister Andreas Niehaus aus Bielefeld teil.
Einblicke ins Bestatter-Handwerk
Firmengründer und geschäftsführender Gesellschafter Karl Albert Denk gab der Gruppe einen umfassenden und offenen Einblick in sein Unternehmen und in den Berufsalltag eines Bestatters. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens wurden mit einbezogen und stellten ihre Aufgaben im Unternehmen vor. Karl Albert Denk ist in fünfter Generation Bestatter und kann auf eine 160-jährige Familientradition zurückblicken. Darüber hinaus ist er stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Bestatterverbandes e.V. und auch im Bundesverband Deutscher Bestatter aktiv.
Nach der Besichtigung im Unternehmen führte Herr Denk die Besuchergruppe über den Ostfriedhof und erzählte von der Geschichte des Friedhofs und aktuellen Herausforderungen für das Bestatterhandwerk. Als nächste Station besuchte die Gruppe das im Jahr 2022 neueröffnete Krematorium am Ostfriedhof. Dessen technischer Leiter gab einen Einblick in sein Arbeitsfeld und den betrieblichen Ablauf. Er führte die Gruppe dabei durch den öffentlichen und nichtöffentlichen Bereich des Krematoriums.
Ein einzigartiger Ort für Trauernde
Den Abschluss fand der Besuch im „haus am ostfriedhof“, einem Haus für Trauernde. In dem wohl deutschlandweit einzigartigen Haus können sich Menschen zu Gruppen- und Gesprächsangeboten treffen. Pfarrerin Heike Lüttgens, die seit November die Projektstelle für Trauerarbeit im Dekanatsbezirk München begleitet und im „haus am ostfriedhof“ ihren Arbeitsplatz hat, zeigte der Besuchergruppe das Haus und erzählte von ihrer Arbeit.
Kirche und Handwerk vernetzen sich
„Nicht erst der Austausch beim Mittagessen im „haus am ostfriedhof“, sondern an allen Stationen des Besuchs wurde deutlich, wie gut und wichtig dieses Treffen war“, resümierte Teilnehmer Roland Hacker, der im kda Bayern den Arbeitsbereich „Kirche und Handwerk“ betreut. Einig waren sich die Teilnehmenden aus Kirche und Bestatter-Handwerk, dass der Austausch von beiden Seiten gewünscht ist und fortgeführt werden sollte.
„Gerade bei den sensiblen Themen Tod und Trauer sind Austausch und eine gute Vernetzung wichtig“, so Roland Hacker.
Als ein an die Arbeitswelt gerichteter Dienst beschäftigt sich der kda Bayern auch mit dem Thema „Tod und Trauer am Arbeitsplatz“ und bietet dazu Veranstaltungen an.
Fotos: Robert Kiderle





