Der Duracell-Hase. Mittwochsandacht

Niemand hat mir gesagt, dass man sich als Mutter komplett neu erfinden muss. Plötzlich ist nichts mehr wie vorher – außer eines: Man funktioniert.

Schon vor den Kindern war ich wie ein Duracell-Hase – Du weist schon – die Werbung für Batterien in unserer Kindheit: der Hase war immer in Bewegung, voller Energie. Damals war mein Kopf voller Ideen, heute ist er voller To-dos. Mein Smartphone ist mein externes Gedächtnis, echte Pausen sind selten.

Freundschaften verändern sich, Zeit wird knapper. Zwischen Kita, Arbeit und Haushalt bleibt wenig Raum für Tiefe. Unterstützung ist oft homöopathisch dosiert, um Hilfe bitten haben wir nie richtig gelernt. Also organisieren, balancieren und lächeln wir weiter.

Meine Kinder sind nicht das Problem – sie sind die Pause im Marathon. Viele Mütter erkennen sich hier wieder: zwischen Stolz und Müdigkeit, Verantwortung und schlechtem Gewissen, wenn der Weg zurück ins Berufsleben ruft. Respekt für diese Leistung ist noch immer keine Selbstverständlichkeit.

Das hier ist kein Wettbewerb im Erschöpftsein. Jede leistet viel. Vielleicht hilft es ja öfter zu sagen: Du machst das gut.

Und vielleicht braucht es eine neue Werbung: keinen Hasen im Dauerlauf, sondern einen, der tanzt, stolpert, lacht, Pause macht – und trotzdem weiterleuchtet.

Eleni Odorfer, Sekretariat der Leitung und Teamassistenz Kirche und Handwerk

Diese Andacht können Sie sich auch anhören:

 

Foto: Canva.com

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