Ich sehe diese Postkarte und denke: „Häh, die Rückseite ist einfach weiß? Macht keinen Sinn!“ Dann erkenne ich es, wenn ich die Karte gegen das Licht halte: da ist am oberen Rand der Karte ein Schriftzug: „Ich bin immer da! – Gott“
Gegen das Licht halten, wann nehme ich mir Zeit im Alltag, Dinge oder Erlebnisse ins „Licht zu halten“. Zeit in Ruhe hinzuschauen, Zeit vielleicht auch bewusst im Gespräch mit Gott zu fragen, „Wie siehst du das?“, Zeit um mal nach innen zu hören und mich zu fragen: wie geht es mir mit erlebten Situationen oder Begegnungen?
Manchmal gehe oder fahre ich bekannte Wege und stelle mir vor, ich wäre im Urlaub und würde alles hier zum ersten Mal sehen, also mit neugieriger Entdeckerwahrnehmung. Da fallen mir manchmal Dinge auf, die ich vorher noch nie so bewusst gesehen habe, z.B. Bauarten von Gebäuden oder schöne Bäume oder Pflanzen.
Doch meistens gehe ich „in Gedanken“ durch meinen Alltag: Arbeit, Haushalt, Einkaufsliste, Treffen vereinbaren, Vereinsaktivitäten… Ich bin in Gedanken bei genau dieser Sache, die gerade erledigt werden will. Bis ich am Ende des Tages ankomme und es Zeit ist, schlafen zu gehen.
In allen Aktivitäten ist da aber im Hintergrund dieser Satz, „Ich bin immer da! – Gott“
Darin steckt: „Ich bin immer für dich da.“, „Ich bin immer ansprechbar.“ oder „Ich kann dir jederzeit helfen.“. Dazu brauche ich aber eine Änderung meiner inneren Haltung, um meinen Alltag und mein Leben im anderen Licht zu sehen und mit Entdeckergeist hinzuschauen.
Wie spannend oder wie beruhigend wäre es, wenn mir bewusst sein würde, dass Gott immer dabei ist und mit mir Situationen und Menschen erlebt!
Katy Hantel, Sekretariat Regionalstelle Schweinfurt, afa-Geschäftsstelle
Foto: kda Bayern
