MÜNCHEN. Gegen alle Widrigkeiten haben es die Evangelischen Frauen geschafft, sich protestantisch, politisch und partizipativ zu behaupten. Der Dachverband EFB wird sich auch zukünftig in der Gemeinschaft seiner Mitgliedsverbände für die Gleichstellung von Frauen in Kirche und Gesellschaft einsetzen. Mit spannenden Neuigkeiten: Der Vorstand wurde auf der jüngsten Mitgliederversammlung neu gewählt. Der kda Bayern und die Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (afa) sind aktive Mitglieder der EFB.
Nachdem alle Gelder und die personelle Unterstützung vom Landeskirchenamt der ELKB gestrichen wurden, musste sich die EFB ab 2025 neu aufstellen und organisieren. Federführend im Kampf ums Überleben war der EFB-Frauenpower-Vorstand: Dr. Johanna Beyer, Kathrin Geiger, Monika Siebert-Vogt und Sabine Rüdiger-Hahn. Kirchenrat Michael Wolf verwies in seinem Grußwort zur EFB Mitgliederversammlung am 17.4.2026 im Münchner Landeskirchenamt zwar auf die notwendigen Einsparungen, appellierte aber daran, den „Muskel Vorstellungskraft“ weiter zu trainieren. Gerne!
Muskel „Gleichstellung“ wird trainiert
Passend zu einer sehr realen Vorstellungskraft referierte anschließend Linn Loher aus dem Referat „Chancengerechtigkeit“ der ELKB zum aktuellen Stand der Novellierung des kirchlichen Gleichstellungsgesetzes. Ihr Vortrag gab einen fundierten Überblick über die geplanten Modernisierungen und Zielsetzungen und über die nächsten Schritte im Gesetzgebungsverfahren.
Die anschließende Diskussion zeigte deutliches Interesse an konkreten Umsetzungsmöglichkeiten und an der Rolle der EFB in der Begleitung dieses Prozesses.
„Denn das Kirchliche Gleichstellungsgesetz erreicht alle Frauen, die in der ELKB tätig sind“, so EFB Mitglied Nina Golf.
Neuer Vorstand und neue Mitgliedschaften
Alle vier Vorstandsmitglieder der letzten Amtsperiode wurden wieder gewählt und sie erhielten sogar Zuwachs: Dr. Katharina Städtler (Evangelische Akademikerschaft LV Bayern e.V.) komplettiert den neuen Vorstand.
Erstmals wurden auch Fördermitglieder in die EFB aufgenommen. Ein Schritt, der neue Unterstützungsmöglichkeiten eröffnet. Der Vorstand dankte allen Engagierten für ihren Einsatz und rief dazu auf, die Arbeit gemeinsam weiterzutragen.
„Die EFB wird ihre frauenpolitische Stimme in Kirche und Gesellschaft weiterhin hörbar vertreten,“ betonte der neue Vorstand nach seiner Wahl.
Der kda Bayern und die afa sind in besonderer Weise mit der EFB verbunden historisch, aber auch aktuell, wie bspw. mit der Delegation von Nina Golf, wiss. Referentin kda Bayern, in den Bayrischen Landesfrauenrat und Deutschen Frauenrat.
Bericht auf der EFB-Website: Aufbruch und Kontinuität: | Evangelische Frauen in Bayern
Foto: kda Bayern




