15.000 – das ist die Zahl, die uns dieser Tage im kda Bayern beschäftigt. 15.000 Arbeitsplätze gehen derzeit laut den neuesten Erhebungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung alleine in der deutschen Industrie verloren. Hinter jedem dieser Arbeitsplätze steht ein Menschenschicksal. Und manche dieser Menschen sitzen in der Kirchenbank, im Café, in Bus und Bahn neben einem.
Was können wir tun als Kirche? Unsere Arbeitsseelsorgerinnen und -seelsorger besuchen Menschen in den Betrieben, bringen Zeit und ein offenes Ohr mit. Und Kirchengemeinden? Die können diese Menschen ins Gebet nehmen. Einen Vorschlag dazu haben wir im kda Bayern formuliert. Es wäre mehr als eine schöne Geste, so oder so ähnlich in einem der Gottesdienste um den Tag der Arbeit Fürbitte zu halten:
HERR, dich preisen wir für deine tägliche Güte und deine unendliche Treue. Dich loben wir für die Gaben, aus denen wir leben und unsere Arbeit Tag um Tag verrichten.
Wir bitten dich:
Wende dich all jenen zu, die in Not sind, weil sie ihre Arbeit verloren haben. Rüste sie zu, dass der Verlust sie nicht bricht, dass Scham und Sorge sie nicht überwältigen.
Wir bitten dich:
Wende dich alle jenen zu, die in Not sind, weil sie vor Arbeit nicht aus und ein wissen. Rüste sie zu, dass die Überforderung sie nicht bricht, dass Erschöpfung und Druck sie nicht überwältigen.
Wir bitten dich:
Wende dich all jenen zu, die in Not sind, weil sie in ihrer Arbeit bedroht und behindert werden. Rüste sie zu, dass die Einschüchterung sie nicht bricht, dass Angst und Wehrlosigkeit sie nicht überwältigen.
Wir bitten dich:
Wende dich all jenen zu, die in Not sind, weil sie in ihrer Arbeit Hiobsbotschaften empfangen und teilen müssen, dass die Zerrissenheit sie nicht bricht, dass Verzweiflung und Hilflosigkeit sie nicht überwältigen.
HERR, dich preisen wir für deine tägliche Güte und deine unendliche Treue. Dich loben wir für die Gaben, aus denen wir leben und unsere Arbeit Tag um Tag verrichten. Erweise deine tägliche Güte und deine unendliche Treue den Menschen, die sie dieser Tage bitter nötig haben.
Amen.
Pfarrer Peter Lysy, Leiter kda Bayern
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