KI in den Bildungslandschaften gestalten!

MÜNCHEN. „Wir stellen heute die Weichen dafür, wie gleichberechtigt unsere Gesellschaft die Grundlagen gestaltet für die zukünftige Arbeit mit KI“ (Künstlicher Intelligenz), so sagt es der Bayerische Landesfrauenrat (BayLFR), der sich bereits im Juli 2025 geäußert hat wie KI unterstützte Bildung geschlechtergerecht gestaltet werden kann. „Bildung ist eine wichtige Voraussetzung für Chancengerechtigkeit in der Berufswelt“, sagt Nina Golf, wiss. Referentin des kda Bayern und Delegierte der Evangelischen Frauen in Bayern im BayLFR.

Geschlechterunterschiede bei der KI Entwicklung wahrnehmen

Der BayLFR sieht in seiner Stellungnahme den Zusammenhang wie folgt: „In der KI-Entwicklung und Kompetenzbildung müssen Geschlechterunterschiede, die durch Sozialisierung und Stereotype entstehen, berücksichtigt werden. Ob KI-Systeme zu Diskriminierung führen, hängt von zwei Faktoren ab: Der Qualität der verwendeten Daten und der Frage, ob der Erwerb von KI-Kompetenzen bewusst inklusiv, diversitäts- und geschlechtersensitiv gestaltet ist. KI-Algorithmen können Verzerrungen aus Trainingsdaten übernehmen und zu ungleichen Bildungschancen und -ergebnissen für verschiedene Gruppen führen.“

EU-KI-Verordnung muss ergänzt werden

Daher stellt der BayLFR folgende Forderungen auf: „Die Verordnung (EU) 2024/1689 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juni 2024 zur Festlegung harmonisierter Vorschriften für künstliche Intelligenz (KI-Verordnung der EU) ist ein bedeutender Schritt zur Förderung von sozialer Gerechtigkeit und Inklusion, insbesondere für Frauen und Mädchen in den vier bildungsrelevanten Bereichen, die von Künstlicher Intelligenz beeinflusst werden. Um diese Ziele umfassend zu erreichen, sind jedoch weitere Maßnahmen erforderlich.“ Konkret werden daher genannt:

„1. Die Standards (Balance zwischen Innovation und Risikoschutz) der EU-KI-Verordnung müssen gezielt eingesetzt und laufend aktualisiert werden, um bestehende Diskriminierungen und Ungleichheiten zu identifizieren und zu beseitigen.

  1. Das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Unterschiede ist zu schärfen und ein bildungspolitischer Rahmen zu entwickeln, der die spezifischen Anforderungen an Kompetenzen im Bereich Künstlicher Intelligenz berücksichtigt.
  2. Erhöhung der Attraktivität von Berufen in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz für Frauen und Mädchen mit dem Ziel, geschlechtsspezifische Voreingenommenheit (Gender Bias) im Daten- und Algorithmen Bereich zu eliminieren.“

Hinter diesen Forderungen stehen 58 Landes-Frauenverbänden die überparteilich, überkonfessionell und unabhängig insgesamt knapp vier Millionen Frauen in Bayern vertreten. Ziel ist die Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft.

Stellungnahme des BaylFR:  Mädchen und Frauen – Kompetent und Innovativ – KI in den Bildungslandschaften

Frauen, Bildung, Geschlechtergerechtigkeit

Meldungsarchiv

Vorheriger Beitrag
Wegkreuze. Mittwochsandacht
Nächster Beitrag
Trauer am Arbeitsplatz. Mittwochsandacht

Ähnliche Beiträge