Meine Zeit steht in deinen Händen. Mittwochsandacht

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und mit ihm für viele auch die Urlaubszeit und/oder die ruhigeren Wochen auf der Arbeit. Gerade in Bayern, wo das zweite „Halbjahr“ erst Mitte September beginnt, erlebe ich es bei vielen Menschen, wie vollgepackt der Herbst mit Terminen ist, auf der Arbeit wie auch jenseits der Arbeit. Von gefühlt Null auf gefühlt 100 kann es da gehen.

Was erwartet Sie in den kommenden Wochen? Wie sieht Ihr Terminkalender aus? Wie stellen Sie sich ihren Arbeits-Herbst vor?

Hoffentlich nicht, wie Peter Strauch es in einem bekannten Kirchenschlager beschreibt: „Hast und Eile, Zeitnot und Betrieb nehmen mich gefangen, jagen mich.“

Und wenn doch? So geht die Liedstrophe weiter: „Herr ich rufe: Komm und mach mich frei! Führe du mich Schritt für Schritt.“

Schritt für Schritt. Wie könnte das aussehen, nicht gejagt zu sein, sondern Schritt für Schritt gehen zu können, gehen zu dürfen? Was brauchen Sie dazu, um in dieser Weise frei zu sein?

Peter Strauchs Lied ist eine Auslegung des 31.Psalms. In diesem Psalm legt der Beter sein Herz auf den Tisch und drückt aus, was ihn gefangen nimmt, was ihn jagt, Und immer wieder ruft er Gott an, ihn aus dem zu erretten, was sein Leben bedroht und bedrängt. Es ist ein Hin und Her des Herzens zwischen Klage und Bitte, zwischen Bedrohung und Hoffnung, eine gewaltige Unruhe. Die jedoch legt sich schließlich. Spürbar ist die Erleichterung in Worten, die anzeigen, dass dem Beter geholfen wird:

Gelobt sei der HERR; denn er hat seine wunderbare Güte mir erwiesen…

Ps 31,22

Diese Erleichterung bringt Peter Strauch in seinem Lied auch zum Ausdruck. Im Refrain heißt es: „Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.“

Wenn Hast und Eile, Zeitnot und Betrieb Sie in den kommenden Tagen und Wochen gefangen nehmen sollten, dann mag vielleicht dieses kleine Lied mit seiner schönen Melodie und seinen pointierten Worten eine Quelle sein, aus der Ihr unruhiges Herz schöpfen kann, dass es zu Ruhe finde. Ich wünsche es Ihnen.

Amen

Peter Lysy
Pfarrer, Leiter kda Bayern

Foto: Canva.com

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