Du hast mir das Leben gegeben, HERR,
und meine Tage in deine Hand gelegt.
Du schenkst mir Zeit, die kein Mensch machen kann,
und Atem, der nicht von meiner Leistung kommt.
Du hast den Menschen nicht allein gemacht,
sondern ihm Menschen zur Seite gegeben.
Du gibst Familie und Freundschaft,
dass einer des andern Last trage
und keiner seine Last allein tragen muss.
Du gibst Stunden der Ruhe
und Zeiten, da der Mensch nicht schaffen muss.
Du hast den Schlaf zur Erquickung gegeben
und den freien Tag zur Freude des Lebens.
Ich danke dir für die Hände, die sich verschenken,
für die Kranken, die gepflegt werden,
für die Kinder, die begleitet werden,
für die Alten und Einsamen, denen einer beisteht.
Du siehst ihre Mühe, auch wenn niemand sie zählt.
Doch nun klagen wir vor dir, HERR:
Sie zählen unsere Stunden
und messen unseren Wert nach unserer Leistung.
Sie fragen, was wir schaffen
und was wir einbringen.
Doch wer fragt nach dem Menschen hinter der Arbeit?
Wer fragt nach seinem Herzen und seiner Müdigkeit?
Sie machen unsere Tage zu Zahlen
und unsere Zeit zu einer Ware.
Was wir an Arbeit geben,
fehlt uns an anderer Stelle:
bei den Kindern, bei den Alten,
bei unseren Freunden und bei uns selbst.
Unsere Familien werden müde,
und die Hände derer werden schwer,
die für andere sorgen.
Sie sehen die Arbeit, die bezahlt wird,
doch vieles, was unser Leben trägt, bleibt unsichtbar.
Unsicherheit liegt auf unseren Wegen.
Der eine fürchtet um seine Arbeit,
der andere sucht sie vergeblich,
und viele fragen in ihrem Herzen:
Wie lange reicht noch unsere Kraft?
Denn die Lasten werden verteilt,
aber nicht auf die starken Schultern.
Die einen tragen immer mehr,
damit andere mehr behalten.
Die einen geben weitere Stunden ihres Lebens,
während andere über Zeit und Gewinn verfügen.
Man nennt uns faul, wenn wir müde sind,
und anspruchsvoll, wenn wir nach dem Leben fragen.
Man redet über uns, als wären wir Zahlen.
Doch du, HERR, kennst unsere Ängste.
Du siehst die Sorgen, die wir verschweigen.
Du hörst die Wünsche, die leise geworden sind.
Du weißt, wonach unser Herz verlangt.
Groß bist du, HERR,
und keiner ist vor dir verborgen.
Du siehst den Menschen, den andere übersehen,
und hörst den, dessen Stimme im Lärm untergeht.
Darum bitten wir dich:
Bewahre die Würde des Menschen.
Lass keinen Menschen nur nach seiner Leistung gelten.
Bewahre uns davor, einander nach Nutzen zu messen,
und lehre uns, im andern dein Geschöpf zu erkennen.
Schaffe Gerechtigkeit unter uns.
Lass die Last nicht auf den Schultern der Schwachen liegen.
Lass den Ertrag der Arbeit nicht wenigen allein gehören,
sondern gib jedem, was zum Leben nötig ist.
Bewahre unsere Zeit, HERR.
Gib uns Stunden für Kinder und Eltern,
für Freunde und Fremde,
für Ruhe, Sorge und Freude.
Lass unsere Tage nicht von der Arbeit verschlungen werden.
Steh denen bei, die wenig Kraft und wenig Macht haben.
Bewahre die Kranken, die Alten, die Arbeitslosen und die Müden.
Sei nahe denen, deren Last niemand sieht,
und lass sie nicht zu den Vergessenen gehören.
Lehre uns, was Reichtum wirklich ist.
Lass uns nicht nur zählen, was hergestellt und verkauft wird.
Lehre uns den Reichtum der Zeit,
der Gesundheit, der Gemeinschaft und des Friedens.
Bewahre, was dem Menschen zum Schutz gegeben ist.
Lass nicht leichtfertig fallen, was andere vor uns errungen haben.
Gib uns Weisheit, Gutes zu bewahren,
und ein Herz, das Recht von Unrecht scheidet.
Lass uns nicht preisgeben, was dem Menschen dient,
und nicht dulden, was den Schwachen bedrückt.
Gib denen, die über unser Arbeiten und Leben entscheiden,
einen klaren Blick und ein hörendes Herz.
Bewahre sie davor, Menschen nach Leistung und Nutzen zu beurteilen.
Schenke allen, die miteinander ringen,
einen gerechten Geist.
Lass keiner den andern verachten.
Lehre uns, einander als Menschen zu sehen.
Gib uns Mut, wo wir Angst haben,
Kraft, wo unsere Hände müde werden,
und Zusammenhalt, wo man uns gegeneinanderstellen will.
Lehre uns, füreinander einzustehen
und einer des andern Last zu tragen.
HERR, lehre uns unsere Tage zu achten,
auf dass wir ein weises Herz gewinnen.
Lass unsere Arbeit dem Leben dienen
und nicht unser Leben der Arbeit.
Führe uns auf den Weg der Gerechtigkeit
und lass Frieden wohnen unter uns.
Denn unsere Zeit ist in deiner Hand,
und du bist der Hüter unserer Tage.
Thomas Krämer, wissenschaftlicher Mitarbeiter, kda Bayern
Der Text ist in Zusammenarbeit mit ChatGPT von OpenAi. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim Autor.
Titelbild: Zwischen Sturm und Abendlicht. Bild mit DALL-E von OpenAI generiert.
