MÜNCHEN. Das Miteinander von Handwerk und Kirchen hat eine lange Tradition. Wie bedeutsam die Verbindung von Handwerk und Kirche auch heutzutage ist, konnten die Besucherinnen und Besucher Anfang März auf der Internationalen Handwerksmesse erleben. Eingeladen zu zwei Veranstaltungen am Messe-Samstag hatten der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (kda Bayern) sowie der Evangelische Handwerker-Verein, die Katholische Arbeitnehmerbewegung, sowie die Betriebsseelsorge im Ordinariat des Erzbistums München und Freising.
Unser Motto: Damit’s stimmt
Als die Posaunen des Dekanatsposaunenchors erklungen, war die riesige Eingangshalle West der Messe komplett von ihrem Klang erfüllt. Gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der Innungen, die in schmucker Innungskleidung und mit prächtigen Fahnen in Reihe versammelt waren, bot sich den Messebesuchern ein eindrucksvolles und farbenfrohes Bild.
Dietmar Frey vom Evangelischen Handwerkerverein München eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste sowie die Messebesucher. In seinem Eingangsimpuls zeigte Michael Wagner, Diözesan- und Landespräses der KAB auf, wie zeitgemäß und bedeutsam die Verbindung von Handwerk und Kirche ist. Zudem zeigte er biblische und theologische Bezüge zum Handwerk auf.
Kirche fragt: Was braucht ihr?
Roland Hacker, von der Fachstelle Kirche und Handwerk verwies auf die Bedeutung von Innungen für das Handwerk. Er interviewte die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter, der Zimmererinnung, der Metzgerinnung, der Schreinerinnung, der Maler- und Lackiererinnung sowie der Maßschneiderinnung. Sie alle hatte konkrete Antworten auf die Frage, was es für sie und ihren Beruf braucht „damit´s stimmt“. Häufig genannt wurden dabei die Nachwuchsgewinnung, ein gutes soziales Miteinander sowie mehr gesellschaftliche und politische Anerkennung und Wertschätzung für das Handwerk.
Offener aufeinander zugehen
Dietmar Frey interviewte die Vizepräsidentin der Handwerkskammer München/Oberbayern, Frau Greiner-Bezdeka. Mit einem „Glücksrad“ konnte sich die Vizepräsidentin selbst die Fragen zu Handwerk, Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft „erdrehen“. Die Vizepräsidentin machte deutlich, dass das Handwerk viele attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten bietet, aber auch vor vielerlei Herausforderungen stehe, besonders ein Abbau von Bürokratie wäre eine enorme Hilfe für alle Betriebe. Für die Vizepräsidentin tragen Veranstaltungen wie diese sehr gut zum Miteinander von Kirche und Handwerk bei, man müsse mutiger und offener aufeinander zugehen.
Wasserwaage als Symbol
Die Wasserwaage Stand bei der Veranstaltung als Symbol für das Motto „Damit´t stimmt“. In einem spielerischen Dialog brachten Michael Wagner und Roland Hacker es thematisch auf den Punkt, weshalb es Handwerk und Kirche braucht, damit es stimmt. Nach Segensworten von Michael Wagner verteilten sie kleine Wasserwaagen an die Besucherinnen und Besucher. Über den aufgedruckten QR-Code können Interessierte direkt zu weiteren Informationen über Kirche und Handwerk gelangen.
„Handwerk und Kirche sind in Bewegung und können etwas bewegen. Dazu braucht es Menschen die sich austauschen, begegnen und gemeinsam etwas anpacken“, so das Fazit von Roland Hacker.
Foto: Hacker, kda Bayern
Zum Video:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen



