Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh an ihr Tun und lerne! … Wie lange liegst du, Fauler? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf?
(Sprüche 6, 6-9) lesen wir in der Bibel.
Ganz das Gegenteil texten die „Grooveminister“ in ihrem Song „Verdient“ von 1995: „Tu die Ameise rein, lass die Sau raus. Allein von Arbeit kann kein Mensch auf Dauer richtig glücklich sein. Gib halt noch mal alles, aber dann ist wirklich Schluss. Sonst verlernt man ganz schnell, wann man aufhören muss…“
Stell dir eine Gruppe schlafender Schweine vor: zufrieden eingekuschelt, saugemütlich, völlig im Reinen mit ihrer eigenen Faulheit. Während wir Menschen uns oft schlecht fühlen, wenn wir mal nichts tun, wissen Schweine etwas, das wir vergessen haben: Nicht jede Pause ist Faulheit – manche ist pure Effizienz.
Denn wenn es draußen saukalt ist, sparen sie Energie. Wenn sie schlafen, regenerieren sie. Und wenn sie wach werden, sind sie bereit, im Schweinsgalopp durch den Tag zu flitzen.
Schweine können Vollgas geben, aber sie wissen auch, wann „lass die Sau raus“ angebracht ist … und wann es besser ist, einfach liegen zu bleiben.
In der Arbeit gehen wir dagegen oft schweineteuer mit unserer Energie um: Wir rennen von Aufgabe zu Aufgabe, ohne Atempause – und wundern uns, wenn am Ende nichts saugut wird.
Vielleicht sollten wir manchmal wie ein Schwein denken: Bewusste Pausen einlegen, uns erlauben, nichts zu tun, neue Kraft zu sammeln. Nur so haben wir später wieder die Energie, mit ganzer Kraft loszulegen. Und wer weiß? Vielleicht haben wir am Ende sogar Schwein gehabt, weil wir uns rechtzeitig erholt haben.
Nach Ideen von Hanna Kaltenhäuser generiert von KI
Foto: Hanna Kaltenhäuser




