Die EnBW, die früher selbst Kernkraftwerke hatte, nennt auf ihrer Internetseite drei Gründe, warum Kernenergie keine wirtschaftliche Alternative mehr ist.
- Die Stromerzeugung kostet bis zu 49 Cent pro kWh. Das ist die teuerste Art, Strom zu machen.
- Die Kernreaktoren wurden bereits abgebaut und können nicht wieder ans Netz angeschlossen werden. Es fehlen Sicherheitsgenehmigungen, alte Bauteile und Komponenten werden nicht mehr hergestellt und die hohe Strahlung macht den Einbau einzelner Komponenten extrem kostspielig.
- Neubauten dauern lange und sind teuer. Sie sind keine schnelle Lösung für die Energiefragen von heute. Sie würden zudem den Ausbau der erneuerbaren Energien verhindern.
EnBW sagt, dass auch kleine Reaktoren keine Lösung sind. Die Technologie ist weder neu noch für die Energiebranche interessant. Trotz jahrelanger Forschung ist die Technologie noch nicht fertig. Studien zeigen, dass die Stromherstellung zu teuer ist. Die radioaktiven Abfälle würden weiter ein Problem bleiben.
EnBW schätzt, dass die Kosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle, die sich bis heute angesammelt haben, bis 2100 bei 170 Milliarden Euro liegen werden.
Der Bau – Kosten und Dauer
Neben der Einschätzung der EnBW ist Folgendes wichtig: Die letzten beiden Kernspaltungsreaktoren in der EU waren der Block 3 des Kernkraftwerks Olkiluoto in Finnland und der Block 3 des Kernkraftwerks Flamanville in Frankreich.
In Olkiluoto wurde 2005 mit dem Bau begonnen und 2022 beendet. Das Bauende war für 2009 geplant. Es sollte 3 Milliarden Euro kosten, aber es hat 11 Milliarden Euro gekostet. Die Bauzeit hat 4,25-mal so lange gedauert und die Kosten waren 3,6-mal so hoch wie ursprünglich vorgesehen.
Der Bau in Flamanville begann 2007 und dauerte bis 2024. Ursprünglich sollte das Kraftwerk 2012 in Betrieb gehen. Die Kosten wurden von 3,3 Milliarden Euro auf 13 Milliarden Euro erhöht. Die Bauzeit wurde um das 3,4-Fache und die Baukosten um das 3,9-Fache überschritten.
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Thomas Krämer, wissenschaftlicher Referent, kda Bayern
Text vereinfacht mithilfe von DeepL (www.deepl.com/write).
Titelbild: Bild mit DALL·E von OpenAI generiert und von Thomas Krämer, kda Bayern, bearbeitet.
Quelle
EnBW: Mehr Kosten als Nutzen: Drei Gründe, warum Atomkraft keine wirtschaftliche Alternative ist
(https://www.enbw.com/unternehmen/themen/klimaschutz/kernkraft-kosten.html)
Weitere Informationen
Heinrich Böll Stiftung: Atomenergie – Über Funktionsweisen und Risiken einer umstrittenen Technologie
(https://www.boell.de/sites/default/files/2025-02/hbs_fakten_atomenergie_.pdf)
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.: Ausbau von Kernkraftwerken entbehrt technischer und ökonomischer Grundlagen
(https://www.diw.de/de/diw_01.c.867887.de/publikationen/wochenberichte/2023_10_1/ausbau_von_kernkraftwerken_entbehrt_technischer_und_oekonomischer_grundlagen.html)
Wikipedia: Kernkraftwerk Olkiluoto
(https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Olkiluoto)
Wikipedia: Kernkraftwerk Flamanville
(https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Flamanville)
Wikipedia: EPR (Kernkraftwerk)
(https://de.wikipedia.org/wiki/EPR_(Kernkraftwerk))




