Wer arbeitet hat mehr Geld als beim Bürgergeld

Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung hat 2025 ausgerechnet, wie viel Bürgergeld eine Person bekommt, wenn sie bei Mindestlohn in Vollzeit arbeitet. Wer arbeitet, hat mehr Geld als jemand, der Bürgergeld bekommt.

Der Lohn wird so berechnet: Mindestlohn mal Arbeitszeit. Als Berechnungsbasis dient die tariflich beziehungsweise betriebsübliche Arbeitszeit. Diese beträgt laut IAB-Arbeitszeitrechnung für das Jahr 2024 38,19 Wochenstunden. Bei Haushalten mit zwei Personen wurde davon ausgegangen, dass nur eine Person arbeitet. Der Bruttomonatslohn beträgt 2.121,58 Euro. Alle Abgaben, die vom Bruttolohn abgezogen werden, wurden berücksichtigt. Dazu kommt Wohngeld, Kindergeld und Kinderzuschlag. Das ist das verfügbare Einkommen.

Um das Bürgergeld vergleichen zu können, wurden zum Bedarfssatz des Haushalts die übernommenen Kosten für die Unterkunft hinzugezählt. Diese Größe ist mit dem verfügbaren Einkommen vergleichbar.

Den Vergleich können Sie den folgenden Tabellen entnehmen:

Alleinstehende Person

verfügbares Einkommen mit Arbeit verfügbares Einkommen ohne Arbeit Lohnabstand
Deutschland 1.572 1.015 557
Bayern 1.589 1.059 530

Alleinerziehende Person mit 5 Jahre altem Kind

verfügbares Einkommen mit Arbeit verfügbares Einkommen ohne Arbeit Lohnabstand
Deutschland 2.532 1.783 749
Bayern 2.553 1.828 725

Ehepaar mit 2 Kindern, 5 und 14 Jahr

verfügbares Einkommen mit Arbeit verfügbares Einkommen ohne Arbeit Lohnabstand
Deutschland 3.414 2.754 660
Bayern 3.462 2.820 642

Bürgergeldempfänger*innen müssen keinen Rundfunkbeitrag entrichten. Wer diesen Unterschied ebenfalls berücksichtigen möchte, kann die 18,36 Euro pro Monat vom Lohnabstand abziehen. In keinem berechneten Fall wird der Lohnabstand dadurch negativ. Im Gegenteil, der Lohnabstand bleibt deutlich bestehen.

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Thomas Krämer, wissenschaftlicher Referent, kda Bayern
Text vereinfacht mithilfe von DeepL (www.deepl.com/write).

Titelbild: Bild mit DALL·E von OpenAI generiert und von Thomas Krämer, kda Bayern, bearbeitet.

Quelle

WSI: Lohnt sich Arbeit in Deutschland noch?
(https://www.wsi.de/fpdf/HBS-009197/p_wsi_pb_90_2025.pdf)

Weitere Informationen

Deutschlandfunk: Politiker-Aussagen zum Bürgergeld – und was dahinter steckt
(https://www.deutschlandfunk.de/buergergeld-vorurteile-fakten-richtig-falsch-100.html)

CORRECTIV: Daran rüttelt kein Rechenbeispiel: Wer arbeitet, hat immer mehr
(https://correctiv.org/faktencheck/hintergrund/2025/09/30/das-buergergeld-die-hartnaeckigsten-behauptungen-im-faktencheck/#anker1)

WSI: Die Bürgergeld-Reform von 2023 – Quelle allen Übels?
(https://www.wsi.de/de/blog-17857-die-burgergeld-reform-von-2023-66576.htm)

BR 24: Bürgergeld-Studie: Leistung reicht oft nicht zum Sattwerden
(https://www.br.de/nachrichten/bayern/buergergeld-studie-leistung-reicht-oft-nicht-zum-sattwerden,Uoxv0ti)

Politik, Arbeitslosigkeit, Gerechtigkeit, Arbeitnehmende

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