Zurück aus der Rente – Jobbende Rentner*innen teilen ihre Geschichte

Trend: Arbeiten im Ruhestand

Immer mehr Menschen arbeiten jenseits der 65. Von 2020 bis 2025 ist ihre Zahl von 1,28 auf 1,88 Millionen gestiegen. Immerhin rund 650 tausend davon waren 70 Jahre und älter, so zitiert der Bayerische Rundfunk (br24) Zahlen des Statistischen Bundesamts. Nach den Gründen gefragt spielen persönliche Motivation oder Fachkräftemangel eine wichtige Rolle aber auch die finanzielle Notwendigkeit, die Rente aufzubessern.

Der kda Bayern interessiert sich für diesen Trend in der Arbeitswelt. Vielfach begleiten die Mitarbeitenden Ehrenamtliche über viele Jahre während ihrer Erwerbsarbeit oder im Seminar „Ruhestand im Blick“. Hanna Kaltenhäuser, sozialwissenschaftliche Referentin im kda Bayern, hat aus dem Umfeld von afa und Seminarteilnehmenden Menschen zu ihren persönlichen Erfahrungen mit der Erwerbsarbeit jenseits des Renteneintritts befragt. Daraus sind Portraits entstanden, die Sie in der Reihe „Zurück aus der Rente “ auf der Homepage das kda lesen können.

Gründe und Motive

Schon länger untersucht das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB in seinem Kurzbericht 8/2022) die Ursachen für diese Entwicklung und hat verschiedene Gründe gefunden: Dazu gehören bessere Gesundheit oder Qualifikation der Betroffenen ebenso wie eine unzureichende Alterssicherung oder auch die steigende Nachfrage von Arbeitgeber*innen. Die Menschen wurden auch nach ihren Motiven für eine Erwerbstätigkeit jenseits des Rentenalters gefragt. Ganz vorne lagen „Spaß an der Arbeit“ (97%), „Eine Aufgabe haben“ (92%) und „Kontakt zu anderen Menschen“ (91%). Die finanzielle Situation spielte bei 43 Prozent der Befragten eine Rolle.

Vorteile für Betriebe

Schon 2020 hatte das IAB Betriebe gefragt, warum sie immer häufiger rentenberechtigte Mitarbeitende halten wollen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Fachkompetenz bleibt im Betrieb, wenn Angestellte mit langjähriger Berufserfahrung und betriebsspezifischem Know-How gehalten werden. Außerdem können die Älteren schrittweise Nachfolger*innen einarbeiten. Besonders in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und in der öffentlichen Verwaltung, so der IAB -Kurzbericht (18/2020), gibt es Interesse am Halten von altgedienten Mitarbeitenden bzw. hat sich deren Anteil erhöht.

Rente, Alter, Arbeitnehmende, Wandel der Arbeitswelt

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