Fürbitten – Verabschiedungsgottesdienst

Herr, unser Gott,
die Welt, in der wir leben, ist voller Wandel, auch auf der Arbeit. Wir erleben, wie ganze Branchen und Berufsbilder verschwinden, sich Arbeitsplätze und –profile unwiederbringlich verändern. Wir bitten dich für die, die dieser Wandel trifft, dass ihnen Lohn und Brot nicht abhandenkommt, dass sie sich gebraucht wissen, dass ihnen Hoffnung und Zuversicht nicht abhandenkommt.

Herr, unser Gott,
die Welt, in der wir leben, ist voller Wertungen. Wer Arbeit hat, der gilt was, wer keine hat, oft nicht. Wir bitten dich für die ohne Arbeit, dass sie Wertschätzung erfahren und sich wertgeschätzt wissen, dass sie Chancen erhalten, ihre Talente und Gaben einzubringen, dass sie sich gut begleitet wissen bei ihren Bemühungen, wieder in Arbeit zu kommen.

Herr, unser Gott,
die Welt, in der wir leben, wird von Menschen gestaltet, auch auf der Arbeit. Wir bitten dich für Unternehmer*innen und Führungskräfte ebenso wie für Betriebs- und Personalräte, dass sie ein Herz für die ihnen anvertrauten Menschen haben, dass sie gute Lösungen finden in Zielkonflikten und verfahrenen Situationen, dass sie das Wohl des Unternehmens und das Wohl der Welt in Einklang bringen.

Herr, unser Gott,
die Welt, in der wir leben, wird gebraucht und geformt von Menschenhand. Wir bitten dich für die Branchen im Handwerk, die notleiden, dass sie wieder Fuß fassen können. Wir bitten dich für die Branchen im Handwerk, die boomen, dass die Menschen dort vor lauter Arbeit nicht untergehen. Wir bitten dich für die Branchen, die Nachwuchs suchen, um Ideen, die sie gut in die nächste Generation bringen.

Herr, unser Gott,
die Welt, in der wir leben, unterscheidet zwischen hohen Tieren und kleinen Leuten. Wir bitten dich für die kleinen Leute, dass sie um das große Herz wissen, welches du für sie hast. Wir bitten dich für die hohen Tiere, sie mögen nie vergessen, dass ihre Macht und ihr Reichtum ihnen nur verliehen ist.

Herr, unser Gott,
die Welt, in der wir leben, unterscheidet zwischen Arbeitszeit und arbeitsfreier Zeit, zwischen Tätigsein und Ruhen. Wir bitten dich, dass in unserem Land eine gute Balance zwischen Zeiten der Arbeit und Zeiten der Ruhe herrsche, dass der Sonntag als Tag der Ruhe und der seelischen Erhebung geschützt bleibe, dass unsere Gemeinden die nötige Gottesfurcht haben, um den Sonntagsschutz nicht aus Menschenfurcht zu verscherbeln, sondern zu bewahren.

 

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