Sonntagsschutz

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Die Ruhe bewahren

Der Schutz von Sonntagen und Feiertagen ist ein unverzichtbares Kulturgut. Das Gebot Gottes, den Feiertag zu heiligen, schützt das Leben vor pausenloser Funktionalisierung und Ökonomisierung.
(Aus: “Nachhaltig für den Sonntagsschutz eintreten” Kundgebung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, April 2011)

Die Allianz für den freien Sonntag

Die Initiative, ein breites Bündnis zur Bewahrung der Sonn- und Feiertage zu schmieden, kam aus Österreich. Dort entstand im Jahr 2001 die erste Allianz für den freien Sonntag, in der Kirchen und Gewerkschaften, aber auch Kultur- und Familienverbände mit vereinten Kräften für die Sonntagsruhe öffentlich eintraten. Heute sind Sonntagsschutzinitiativen in vielen Ländern und Regionen aktiv und vernetzt. Die 2011 gegründete European Sunday Alliance zählt derzeit etwa 100 Mitglieds- und Unterstützerorganisationen aus 17 Staaten.
In Bayern ging die Sonntagsallianz im Jahr 2006 an den Start. Sie entstand im Kontext der Föderalismusreform, die den Bundesländern den Anstoß gab, fortan um die längsten Ladenöffnungszeiten und die meisten Verkaufssonntage zu konkurrieren. Bayern hält als einziges Bundesland bislang am alten Bundesladenschluss fest. Ihn auch künftig zu erhalten und die Vielzahl der – nicht selten regelwidrigen – Sonntagsöffnungen im Einzelhandel zu reduzieren, sind Kernziele der Sonntagsallianz. Auch für andere Branchen fordert die Allianz eine konsequentere Einhaltung des Sonntagsschutzes.

Die Träger der Sonntagsallianz

Träger der Sonntagsallianz Bayern sind die Gewerkschaft ver.di sowie die arbeitnehmer- und arbeitsweltbezogenen Einrichtungen der beiden Kirchen: kda, afa, KAB und katholische Betriebsseelsorge. Vor Ort in den 50 regionalen bayerischen Allianzen engagieren sich weitere Gewerkschaften sowie Pfarr- und Kirchengemeinden. Die Allianz ist offen für Unterstützer aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Auf bayerischer Ebene haben sich 45 weitere Organisationen angeschlossen, darunter große Verbände wie Diakonie und Caritas, der Sozialverband VdK oder der Bayerische Landes-Sportverband. Parteien und Politiker sind wichtiges Gegenüber und Gesprächspartner der Sonntagsallianz, können jedoch nicht selbst Mitglied der Initiative werden. Als gemeinsamen Aktionstag haben Sonntagsschutzinitiativen in Deutschland und Europa den 3. März – den „Internationalen Tag des freien Sonntags“ – ausgerufen. Rund um dieses Datum finden zahlreiche Straßenaktionen, „Ruhemobs“ mit Liegestühlen, Gottesdienste und öffentliche Diskussionen statt, die den Wert des Kulturguts Sonntag öffentlich in Erinnerung rufen.

Ziele der Sonntagsallianz

Die “Allianz für den freien Sonntag” versteht sich als eine Initiative, die

  • dem Eintreten für den freien Sonntag eine breite gesellschaftliche Basis gibt,
  • offen ist für alle Organisationen und Einrichtungen, die sich für den freien Sonntag engagieren möchten, allerdings Parteien und parteipolitische Interessen ausschließt,
  • sich regional sowie landes- und bundesweit vernetzt und ihre Grundposition somit auf verschiedenen Ebenen vertritt,
  • informiert, Fachtagungen organisiert, öffentlich Position bezieht, Aktionen anregt und den Austausch von sozialen, kulturellen, theologischen, rechtlichen und ökonomischen Argumenten für den Schutz des freien Sonntags fördert,
  • ihre Unterstützer zu nichts verpflichtet, aber sie ermuntert an Austausch und Aktionen teilzunehmen.
    Langfristiges Ziel der Initiative ist ein konsequenter und wirksamer Schutz des arbeitsfreien Sonntags durch die Gesetzgeber und die staatlichen Verwaltungsorgane.

kda und “Sonntagsschutz”

Als kda Bayern setzen wir uns bewusst für den Sonntagsschutz ein und sind aktives Mitglied in der “Allianz für den freien Sonntag”. In diesem Rahmen organisieren wir mit Kirchengemeinden oder anderen Institutionen vor Ort verschiedene Veranstaltungen. Wir sind Mitinitiator von Petitionen und stellen Informationsmaterial zur Verfügung.

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