Herzlich Willkommen
beim kda Bayern!

Arbeiten in Zeiten von Corona

Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir bis auf Weiteres alle unsere Veranstaltungen abgesagt. Unsere Mitarbeitenden arbeiten von zuhause aus. Wir möchten unseren Teil dazu beitragen, dass sich das Virus möglichst wenig ausbreitet.
Deshalb unsere BITTE: Bleiben auch Sie zuhause – sofern möglich. Schützen Sie sich und andere.
Und gleichzeitig unser DANK an alle, die zur Zeit arbeiten, um die Grundversorgung aufrecht zu erhalten!

Natürlich bleiben auch wir in diesen Zeiten für Sie erreichbar. Am besten erreichen Sie uns derzeit per Mail. Schreiben Sie uns, wir rufen Sie gerne zurück!

Arbeiten in Anderen Zeiten

Für fast alle hat sich der Arbeitsalltag durch die Corona-Pandemie verändert. Egal ob Homeoffice, Kurzarbeit oder Überstunden – Arbeiten ist anders geworden. Wir haben kurze Geschichten gesammelt, eine besondere Begegnung oder ein eindrückliches Erlebnis von Menschen aus Bayern in ihrem Arbeitsalltag in anderen Zeiten.

Brot-Zeit

Foto: kda Bayern

In vielen Betrieben ist es gute Tradition vormittags Brotzeit zu machen. Bei anderen ist es die Kaffeepause oder das gemeinsame Mittagessen in der Kantine. Solche Arbeitspausen braucht es auch in Zeiten von Corona.
Wir laden Sie hier jeden Tag ein zu einer besonderen Brot-Zeit. In der Bibel steht, dass “der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht.” (5. Mose 8,3). In diesem Sinne: Machen Sie mal Pause! Lassen Sie es sich schmecken!

Dienstag, 26. Mai 2020

„Ich ermahne euch, Geschwister um der Barmherzigkeit Gottes willen, euch mit Leib und Seele dem Willen Gottes zu widmen, in vernünftiger Weise! Passt euch nicht dem Zeitgeist an, sondern, indem ihr neu werdet, lasst eure Wahrnehmung verändern, so dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute, Angemessene und Vollkommene.“ (Römerbrief 12,1.2)

Paulus begründet im Römerbrief drei Kapitel lang die Gemeinsamkeit von Gott in Christentum und Judentum mit der Erwählung Israels, die für Christen allein durch den gekreuzigten und auferstandenen Juden Jesus gegeben ist. Im heutigen Lehrtext sagt er dann mit einem Satz, was christliche Ethik sei. Der langjährig dem kda verbundene Sozialethiker und emeritierte Erlanger Professor Dr. Hans-Günter Ulrich hat davon ausgehend gelehrt, die ethischen Fragen der Arbeitswelt immer wieder neu zu prüfen. So lassen sich den Worten des Paulus vom Guten, Angemessenen und Vollkommenen in der jüdisch-christlichen Tradition drei Perspektiven für eine evangelische Ethik der Arbeit entnehmen:
Erstens. Mit 1. Mose 2,15: „Und es nahm Adonai Elohim die Menschen (koll.) und gab ihnen ein ruhiges Dasein im Garten Eden, damit sie darin arbeiten und diesen hüten könnten“, ist die menschliche Arbeit als Segenstat Gottes vor(!) dem sog. “Sündenfall” der Menschen und im Anschluss an Martin Luther schöpfungsgemäß das Gute, das allen Menschen zuteil wird. Darin ist heutzutage auch die Teilhabegerechtigkeit begründet, die für jedes menschenwürdige Zusammenleben notwendig ist.
Zweitens: Das Angemessene, von dem Paulus hier spricht, nimmt als Maßstab für evangelische Ethik die Beziehung der Menschen untereinander in Form der Nächstenliebe in den Blick, wie denn Jesus mit Bezug auf das Alte Testament (3.Mose 19,18) sagt: „Du wirst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Mk 12,31). Damit hat sich die Zweckmäßigkeit allen wirtschaftlichen Handelns an der Frage danach auszurichten, was den Menschen und ihrem sozialen Frieden dient. Ein allein durch Gewinn und dessen eigennützige Verwendung bestimmtes Verhalten (“Geld heckt Geld“, Karl Marx, Das Kapital, Bd. III.V. Kap. 32) verfällt dem Verdikt Jesu: „Ihr könnt nicht Gott und dem Mammon dienen“ (Mt 6,24). Darin ist in der Gegenwart notwendig auch eine Kritik des Kapitalismus aus christlicher Ethik begründet.
Drittens: Das Vollkommene hier bei Paulus erinnert uns im Blick auf die Ewigkeit Gottes daran, dass alles menschliche “Sinnen und Trachten” (1.Mose 8,21) unter dem eschatologischen Blick zu beurteilen ist, d.h. dass Juden und Christen gemeinsam in einer Erwartung (Advent) der Zukunft im Kommen Gottes stehen und ihr ethisches Handeln daran orientieren. So sind alle Utopien, seien es kapitalistischer, sozialistischer oder in der Gegenwart technologischer und – damit die Menschen erschreckender – Behauptungen der Zukunft der kritischen Vernunft des Glaubens zu unterziehen, von der Paulus hier spricht. Dieses dem jüdisch-christlichen Gottesgedanken entsprechende „Prüfen“ aller Formen von Selbstbehauptung des Menschen dient einem Frieden, den die Welt in gemeinsamer Verantwortung für die Schöpfung lernen kann, wie es in dem Lied heißt: „Hevenu Shalom Alechem. Wir wollen Frieden für die Welt.“

Arbeitsseelsorgetelefon
0911 – 43 100 200

Foto: Alex Andrews/ Pexels, Bearbeitung kda Bayern

Werktags von Montag bis Freitag
11.00 – 14.00 Uhr
16.00 – 19.00 Uhr

Für alle Sorgen rund um die Arbeit haben wir für Sie ein Arbeitsseelsorgetelefon eingerichtet.
Rufen Sie uns an – wir hören Ihnen zu!

Online-Petition:
Geschlossene Tafeln – wir fordern 100 Euro Soforthilfe für Arme in der Coronakrise!

Foto: kda Bayern

Die Bundesregierung schnürt zur Bewältigung der Coronakrise schnell und unbürokratisch Hilfspakete im gigantischen Ausmaß. 156 Milliarden Euro Neuverschuldung plant sie in diesem Jahr, um Unternehmen und Arbeitsplätze zu retten.

So wichtig diese Maßnahmen sind, sie lassen Millionen Menschen außer Acht, die schon vor der Krise Hilfe benötigten und jetzt in noch größere Not geraten. Deutschland braucht jetzt ein Corona-Rettungspaket auch für Arme!
Wir rufen die Bundesregierung deshalb gemeinsam mit anderen Initiativen dazu auf, bedürftigen Haushalten zur Sicherung ihrer Ernährung ab sofort bis zum Ende der Krise monatlich 100 Euro pro Person zusätzlich zur Grundsicherung auszuzahlen! #CoronaZuschlag

Hier geht’s zur Online-Petition.
Unterstützen Sie unsere Forderung!

 

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der ev. Kirche Bayern (kda)
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bayern (ver.di)
Diakonisches Werk Bayern
Caritasverband München-Mitte
Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Bayern (KAB)
Kath. Betriebsseelsorge Bayern
Erwerbslose in ver.di Bayern
Kath. Arbeitslosenseelsorge München

Neueste Meldungen

Für Sie vor Ort

Der kda ist mit seiner Zentrale in Nürnberg und weiteren sechs Regionalstellen in ganz Bayern erreichbar.

Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen – per Mail oder Telefon!

Der kda Bayern ist der Dienst der evangelischen Kirche in Bayern für alle Menschen in der Arbeitswelt.

  • Wir sind da für die Menschen am Ort der Arbeit mit all ihren Fragen und Herausforderungen.
  • Wir verbinden diese arbeitsweltlichen Erfahrungen mit dem kirchlichen Leben und sprechen die dahinter stehenden theologischen Themen an.
  • Wir machen Bildungsangebote rund um Arbeit und Beruf, begleiten Menschen in betrieblichen Alltags- und Krisenzeiten und schaffen Freiräume zum geistlichen Auftanken.

Anstehende Veranstaltungen – wegen der Corona-Pandemie finden derzeit keine Veranstaltungen statt!

Spezielle Aufgabengebiete

Sie finden bei uns auch Ansprechpartner*innen für spezielle Aufgabengebiete.

Im Rahmen der engen Verbindung mit der afa – Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen begleiten wir Ehrenamtliche bei ihrem christlich-sozialpolitischem Engagement in der Arbeitswelt.

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