Ein Werkzeug für den Frieden

Was ist das wichtigste Werkzeug in Ihrem Beruf?

Was brauchen Sie um Ihre Arbeit gut ausführen zu können?

Bei einigen Berufen fällt uns gleich eine Antwort dazu ein: Das Messer bei der Köchin, der Hammer beim Schmied oder die Augenlupe bei der Uhrmacherin. Aber auch der Computer, das Telefon oder ein Fahrzeug sind Werkzeuge für die Umsetzung beruflicher Tätigkeiten.

Aber nicht nur in der täglichen Arbeit, auch zum Erreichen von Zielen wie dem Frieden ist es wichtig, die richtigen Werkzeuge zu besitzen und gezielt einzusetzen. Vom Streit mit Nachbarn, Auseinandersetzungen am Arbeitsplatz bis hin zu globalen Konflikten, überall braucht es geeignete Werkzeuge, um das Ziel des Friedens zu erreichen.

In einem Gebet, dass Franz von Assisi zugeschrieben wird, heißt es „Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens“. Diese Worte gefallen mir sehr, weil sie deutlich machen, dass wir Menschen zur Umsetzung des Friedens Gottes auf der Erde als Werkzeuge dienen können. Von Gott als Werkzeug eingesetzt zu sein, verstehe ich dabei nicht in Form seines verlängerten Arms oder als seine Marionette, sondern vielmehr als ein Geleitet sein von Gottes gutem Geist. Mut macht mir dabei, dass ich dabei darauf vertrauen darf, von ihm unterstützt zu werden, und nicht alles alleine schaffen muss.

In der Familie, im Freundeskreis, an meiner Arbeitsstelle, beim bürgerlichen Engagement, überall gibt es viele Ansatzpunkte, um mehr Frieden zu schaffen. Auch wenn ich damit vielleicht nur zu einem geringen Maße zum Frieden auf dieser Welt beitragen kann, hat es sich schon gelohnt.

Daher sind für mich die Worte aus dem Jahrhunderte alten Gebet des Franz von Assisi heute hoch aktuell:

Oh Herr,
mache mich zu einem Werkzeug
Deines Friedens.
Dass ich Liebe übe,
da wo man mich hasst;
dass ich verzeihe,
da wo man mich beleidigt;
dass ich verbinde,
da wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage,
da wo Irrtum herrscht;
dass ich den Glauben bringe,
wo Zweifel ist;
dass ich Hoffnung wecke,
wo Verzweiflung quält;
dass ich Dein Licht anzünde,
wo die Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe,
wo der Kummer wohnt.

Roland Hacker, Fachstelle Kirche und Handwerk

Foto: CentrArrego / pixabay

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