Von Luther lernen

MÜNCHEN. „Wirtschaftliche Denken – Christlich handeln“ war das Thema der Landesversammlung im Evangelischen Arbeitskreis der CSU am 26. Oktober. kda-Leiter Dr. Johannes Rehm brach in seiner Andacht eine Lanze für die Arbeitsethik Luthers und brachte die Sicht der Arbeitnehmenden in die Diskussionsrunde ein. 

Was können Kirche und Wirtschaft voneinander lernen? Wie groß ist die Bedeutung von christlichen Werten in der Wirtschaft? Familienfreundlichkeit in Unternehmen: Was heißt das konkret? In Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung: Sonntagsschutz und Arbeitszeiten noch flexibler gestalten? Was muss die Politik tun, um christlichen Werte innerhalb der sozialen Marktwirtschaft zu stärken? – Das waren die Fragen, der sich die Diskussionsrunde um Moderatorin Barbara Becker stellte.
Für Rehm ist es „die Ökonomie Gottes, in die sich die Wirtschaft einfügen sollte“. Zu dieser Ökonomie gehört die Gesamtheit aller Tätigkeiten, die es mit dem Hauswesen zu tun haben, also: es regieren und führen, heiraten, für Nachwuchs sorgen, Besitz erwerben, ein Handwerk und einen Beruf ausüben und ‘was sonst noch dazu gehört’. Der Theologe meint: „Von Martin Luther können wir lernen, wirtschaftliche Zusammenhänge zu allererst von der Arbeit her wahrzunehmen. Das Geld arbeitet nicht. Es sind noch immer die Menschen, die arbeiten“. „Diese Haltung scheint mir zu einem lebensdienlichen Wirtschaften um des Menschen willen zu verhelfen. Ich bin fest davon überzeugt, dass eine Wirtschaft, die sich an den Menschen und ihrem alltäglichen Tun orientiert, eine menschenverträgliche Gesellschaftsordnung hervorbringt“, so Rehm.

Titelbild: Pfarrer Dr. Johannes Rehm (re.) zusammen mit Bundesminister a.D. Christian Schmidt MdB, Landesvorsitzender des Evang. Arbeitskreises der CSU, und Barbara Becker MdL, Kirchenpolitische Sprecherin der CSU Landtagsfraktion, bei der Landesversammlung des EAK. (Foto: kda)

Menü