Wiederwahl: Evangelische Vizepräsidentin im Bayerischen Landesfrauenrat

MÜNCHEN. Die Delegierten der 54 Mitgliedsverbände und der Parteien im Bayerischen Landtag wählten am 27. Oktober 2021 in München das neue Präsidium des Bayerischen Landesfrauenrates (BayLFR) für die nächsten drei Jahre. Neben der neuen Präsidentin Monika Meier-Pojda von Soroptimist International Deutschland Club München-Schwabing wurden drei Vizepräsidentinnen gewählt. Unter ihnen wurde Katharina Geiger von den Evangelischen Frauen in Bayern als Vizepräsidentin bestätigt. Nina Golf, wissenschaftliche Referentin des kda und Delegierte im Bayerischen Landesfrauenrat durfte in München mitwählen und hat ihrer evangelischen Kollegin drei Fragen gestellt.

kda: Herzlichen Glückwunsch, Katharina Geiger, zur Wiederwahl ins Präsidium als Vertreterin der Evangelischen Frauen in Bayern! Kathrin, Deine Arbeit als Vizepräsidentin des Bayerischen Landesfrauenrates ist ein Amt im sogenannten vorpolitischen Raum. Wo siehst Du frauenpolitisch den größten Handlungsbedarf in Bayern?

Katharina Geiger: Wir brauchen mehr Frauen in verantwortungsvollen Positionen und vor allem in der Politik. Sei es als Abgeordnete und Direktkandidatinnen, als Bürgermeisterinnen oder Landrätinnen, aber auch als Ministerinnen. Hier besteht vor allem bei den regierenden Parteien in Bayern noch viel Luft nach oben! Der Landesfrauenrat als Bündnis von über 50 bayerischen Frauenorganisationen muss hier auch weiterhin laut seine Stimme erheben.

kda: Die Evangelischen Frauen in Bayern beteiligen sich aktiv in diesem Bündnis in unterschiedlichen Politikfeldern, wie Arbeitswelt und Sozialpolitik, Gesundheitswesen, Familienpolitik und Medienpolitik, der Bereich in dem Du Dich vor allem engagierst. Was können wir als protestantische Frauen einbringen?

Katharina Geiger: Die drei Delegierten und ihre drei Stellvertreterinnen der Evangelischen Frauen in Bayern (EFB), dem Dachverband von 20 evangelischen Frauen-Organisationen in Bayern, haben viel Erfahrung in der Bündelung unterschiedlicher Positionen und im Erarbeiten gemeinsamer Positionen.
Wir können als EFB stolz sein, dass wir in jedem der fünf Ausschüsse des Landesfrauenrates unsere Expertise mit Fachfrauen einbringen. Ihre Kompetenzen liegen ja in jahrelanger ehrenamtlicher und beruflicher Erfahrung mit der Arbeit von und für Menschen in Kirche und Diakonie. Evangelische Frauen bringen also einen Basis- und Fachblick ein und sind an allen Forderungspapieren und Stellungnahmen des Landesfrauenrates beteiligt.

kda: Neben Deiner Berufstätigkeit engagierst Dich mit viel Erfolg und sprühender Energie nicht nur im Bayerischen Landesfrauenrat sondern auch im Vorstand der Evangelischen Frauen in Bayern und im Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM). Wenn Du drei Wünsche zum Advent frei hättest, was würdest Du Dir persönlich wünschen?

Katharina Geiger: Als Berufstätige wünsche ich mir weniger Stress und weniger Bürokratie, aber vor allem weiterhin nette Kolleginnen.
Als Ehrenamtliche wünsche ich mir endlich eine sichtbare Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements – nicht nur in Sonntagsreden von Seiten der Politik, sondern auch von Seiten der Arbeitgeber! Dazu gehören gesicherte Freistellungen und die Möglichkeit von flexibleren Arbeitszeiten. Mein Arbeitgeber, der Deutsche Evangelische Frauenbund Landesverband Bayern e.V. (DEF) ist hier meiner Meinung nach vorbildlich.
Als Familienfrau wünsche ich mir, dass uns als Gesellschaft gemeinsam endlich die Überwindung der Pandemie gelingt und uns ein Lockdown oder Kontaktbeschränkungen erspart bleiben.

kda: Danke für das Interview! Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und eine gesegnete Adventszeit!

Titelbild: Neugewähltes Präsidium des BayLFR: Katharina Geiger von den Evangelischen Frauen in Bayern (2. von rechts), Monika Meier-Pojda von Soroptimist International Deutschland Club München-Schwabing (2.v.links),  Margit Niedermaier vom Landesverband der Unternehmerfrauen im Handwerk Bayern e. V. (1. von links), Sandra Schäfer vom Bayerischen Beamtenbund e. V. (1. von rechts). (Foto: BayLFR)

Mehr zu den politischen Aktivitäten erfahren Sie auf der Website des Bayerischen Landesfrauenrat – Die Stimme der Frauen in Bayern.

 

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