“Die Woche beginnt mit einem Fest!”

REGENSBURG. “Gott sei Dank, es ist Sonntag” – unter diesem Motto lud der kda Bayern am Internationalen Tag des freien Sonntags zu einem Gottesdienst mit anschließender Diskussion nach Regensburg ein. Die christliche Nachrichten-Sendung “ideaHeute” (Bibel TV) war mit einem Kamerateam dabei.

Seit 1698 Jahren gibt es Streit um den Sonntag

Am 3. März jeden Jahres erinnert die Allianz für den freien Sonntag an den ersten staatlichen Sonntagsschutz, den Kaiser Konstantin im Jahr 321 nach Christus, also vor 1698 Jahren, per Edikt verkündet hatte. Die konkrete rechtliche Ausgestaltung der Sonntagssruhe war seitdem wohl nie unumstritten und ist es auch heute keineswegs. Die von der Regensburger kda-Sozialsekretärin Ute Meier organisierte Veranstaltung widmete sich einem politischen Konfliktthema. Welche Argumente heute in der Debatte um den Sonntag wichtig sind, zeigte die Diskussion mit Rechtsanwalt Dr. Friedrich Kühn, IHK-Referent Dr. Matthias Segerer, ver.di-Gewerkschafterin Monika Linsmeier sowie dem Theologen und kda-Leiter Dr. Johannes Rehm.

“Rhythmus des Glaubens”

Da der Internationale Tag des freien Sonntags heuer selbst auf einen Sonntag fiel, ging es bei der Veranstaltung nicht zuletzt auch darum, ihn gebührend zu feiern. Denn, wie Johannes Rehm im idea-Interview erläuterte, ist der aus christlicher Sicht erste Tag der Woche zuallererst ein Fest: “Die Freude an der Auferstehung, die feiern wir am Sonntag. Insofern geht die Woche nicht mit Müh’ und Arbeit, sondern mit einem Fest an. Das ist der Rhythmus des Glaubens, dass wir aus der Freude zu den Pflichten kommen.”

Regionalbischof: Kirchenleitung soll Bewusstsein für den Sonntag wachhalten

Im Gottesdienst in der St. Oswald-Kirche predigte der Regensburger Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss über die Bedeutung des Sonntags. Der Regionalbischof forderte im idea-Interview von der Kirchenleitung der EKD, “ihre medial intensive Präsenz dafür zu nutzen, das Bewusstsein für den freien Sonntag wachzuhalten oder wieder zu wecken”.

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