Autoindustrie und Gebet – Besuch beim Netzwerk „Christen bei Audi“

INGOLSTADT. Der Leiter des kda Bayern, Pfarrer Johannes Rehm, war zusammen mit Diakon René Steigner als dem für die Region zuständigen Referenten, zu einem besonderen Besuch in Ingolstadt. Im Gespräch mit Chris Orlamünder ging es nicht nur um Zukunftsfragen der Mobilität, sondern gleichzeitig um das Gebet (nicht nur) in Krisenzeiten.

Coach und Christ

Orlamünder arbeitet als Trainer und Coach in der Audi-Akademie und befasst sich mit Kompetenzentwicklung im Bereich Prozessmanagement und Beschaffung für Mitarbeiter und Führungskräfte. Gleichzeitig ist der „Audianer“ auch prominenter Vertreter der „CAI“ bei Audi. Diese Abkürzung steht für ein Netzwerk von Christen in der Automobilindustrie und der ihr zugeordneten Unternehmen wie beispielsweise Banken, Handel, Versicherungen und Zulieferer. „Wir wünschen uns, dass christliche Grundwerte im persönlichen Arbeitsleben innerhalb der Unternehmen und in der sozialen Verantwortung außerhalb der Unternehmen sichtbar werden“, so die Vertreter der CAI. Ob digital oder auch „face to face“ – Ausdruck dieser Gruppe sind Gebetskreise zu allen Anliegen, die eingebracht werden möchten. Im Besonderen natürlich auch für die eigene Firma bzw. Arbeitsstätte.

Industriezweig im Umbruch

Dies ist gerade jetzt in der schwierigen Lage der Automobilindustrie, für die, die mitmachen, überaus wichtig. Die Schlüsselindustrie in Deutschland ist großen Veränderung unterworfen. Es ist von Verschlankung der Konzerne und Unternehmen und damit natürlich vom Abbau tausender Arbeitsstellen in den kommenden Jahren die Rede. E-Mobilität erscheint politisch als das Maß der Dinge. Dabei werden Stimmen unter den Autobauern laut, dass E-Mobilität es alleine schon aufgrund der fehlenden Infrastruktur sehr schwer haben wird, alltagsfähig zu werden. Natürlich schafft dies unter den Beschäftigten der Branche sehr große Verunsicherungen und schürt Zukunftsängste.

Gebet als Option neu entdecken

Christen wissen, im Gebet liegt große Kraft. Man stößt dabei immer wieder auf unerwartete und erfolgreiche Problemlösungen. CAI zeigt, dass hochtechnisierte, wissenschaftlich geprägte Arbeitswelt keinen Widerspruch zu Religion und dem Glauben an das heilsame Wirken Gottes darstellt. Das Gebet als Option zur sachlichen Problemlösung ist in vielen Kulturen durchaus normal und gesellschaftlich akzeptiert. Christen hierzulande müssen dies zum Teil wieder neu für sich entdecken. Und das tun sie auch; das CAI-Netzwerk ist ein Beispiel dafür. Dabei ist es ihnen nicht wichtig, auf welcher Hierarchieebene jemand arbeitet oder welcher Konfession man angehört. Allein entscheidend ist das Interesse am Gespräch mit Gott – dem gemeinsamen Gebet.

Titelbild: Pfarrer Prof. Dr. Johannes Rehm, Dienststellenleiter des kda (Mitte), und Diakon René Steigner, kda-Regionalstelle Ingolstadt (links), im Gespräch mit Chris Orlamünder, Audi-Akademie (rechts). (Foto: kda Bayern)

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