Blick in die Zukunft auf der Bundestagung Kirche und Handwerk

WÜRZBURG. Die jährliche Bundestagung der Arbeitsgemeinschaft Handwerk und Kirche (AHK) fand dieses Jahr vom 22.-23. November in der Handwerkskammer (HWK) Unterfranken statt. Am Freitag luden AHK und HWK zu einem Abend der Begegnung mit Handwerker*innen  aus der Region und blickten in die digitale Zukunft des Handwerks. Am Samstag ging es um Zukunfstperspektiven der Zusammenarbeit von Kirche und Handwerk.

Transformationsprozesse menschlich gestalten

“Im Dialog: Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt” – unter diesem Motto stellte Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul Kooperationsprojekte der HWK zu Robotik im Handwerk vor und gab eine Einschätzung, wie sich dieses Thema auf die Betriebe auswirken wird. Seine Devise: Wandel- und Transformationsprozesse – vor allem auch in digitalen Bereichen – sind unvermeidbar. Insbesondere wegen der vielfältigen Vereinfachungen beim handwerklichen Arbeiten sollten die Betriebe den Wandel daher begrüßen und annehmen.

Gisela Bornowski, Regionalbischöfin im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg, antwortete mit einem Plädoyer, neben betrieblichen auch menschliche Sachzwänge zu berücksichtigen und gerade im Wandlungsprozessen Solidarität zu üben, um niemanden abzuhängen. Kirche möchte sich beispielsweise mit der Arbeit des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt aktiv einbringen.

Ehrungen für besonderes Engagement

Im Rahmen des Abend wurden auch drei verdiente Persönlichkeiten aus dem Verband auf der Bundestagung für ihre langjährigen Verdienste für die Handwerksarbeit der Landeskirchen und im Bundesverband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA) ausgezeichnet. Dieter Vierlbeck, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft, würdigte in seinen Ansprachen das Engagement, die erfolgreiche Beziehungsarbeit und das Wirken der geleisteten Arbeit vor Ort sowie überregiona. Einer der Geehrten war  Diakon Stefan Helm, der bisherige Geschäftsführe der Fachstelle Kirche und Handwerk, der zum 01.11.2019 als Geschäftsführer zur Diakonie Oberland gewechselt ist.

Kreativ ins neue Jahr

Die Delegierten der AHK-Tagung nutzten schließlich den Samstag, um im Rahmen eines Design-Thinking Workshops mit vielfältigen Kreativ-Techniken neue Ideen und Formate für einen guten Dialog zischen Handwerk und Kirche zu erarbeiten. Ein wesentliches Kriterium war es, konsequent die Nutzerperspektive der Handwerker*innen bei den Planungen einzunehmen.

Text: Annelies Bruhne (KWA), Sabine Weingärtner (kda Bayern)
Fotos: KWA

, ,
Vorheriger Beitrag
Sozialpolitischer Buß- und Bettag in Nürnberg
Nächster Beitrag
Nachruf auf Bruni Bald – streitbare Christin für soziale Brennpunkte

Ähnliche Beiträge

Menü