#Wertsache Arbeit – Equal Pay Day 2019

NÜRNBERG. Mit einer gemeinsamen Positionsbestimmung haben mehrere evangelische Organisationen zur Lohnlücke zwischen Frauen und Männern Stellung bezogen. Anlass ist der Equal Pay Day – der Tag im Jahr, bis zu dem Frauen statistisch gesehen umsonst arbeiten. Er fällt in diesem Jahr auf den 18. März.

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit

In dem vom kda Bayern, den Evangelischen Frauen in Bayern und dem Referat für Chancengerechtigkeit der Evangelischen Kirche in Bayern verabschiedeten Papier wird die zentrale Frage aufgeworfen: “Was rechtfertigt die Lohnunterschiede zwischen den Berufen, die Frauen häufig ergreifen, im Vergleich zu denen, die Männer favorisieren?“
Der so genannte “Gender Gap” beträgt dem Statistischen Bundesamt zufolge in Deutschland 21 Prozent. Im Alter wird der geschlechtsspezifische Unterschied zwischen Frauen und Männern sogar noch größer. „Für diesen Unterschied gibt es weder eine inhaltliche noch eine ethische Rechtfertigung“, so Nina Golf, wissenschaftliche Referentin des kda. „Es ist wichtig, mit dem Equal Pay Day ein gemeinsames Zeichen des Protestes und für die Gleichberechtigung zu setzen.“ Nach Ansicht der zeichnenden Organisationen ist es „gerecht, wenn nicht nur Gleiches, sondern auch Gleichwertiges gleich bemessen wird.“ Dies gelte bei der Erwerbstätigkeit vor allem für die Entlohnung.
Denn nach christlicher Überzeugung ist die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen biblisch begründet. Anerkennung und Würde gehören nach evangelischer Auffassung zu den fundamentalen Bedingungen einer gerechten Gesellschaft.

Equal Pay Day als jährliche Erinnerung

Der “Equal Pay Day” bezeichnet den Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen. An diesem Tag wird auf den bestehenden Gender Pay Gap (GPG) – den geschlechterspezifischen Lohnunterschied – aufmerksam gemacht. Der Aktionstag markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

Hier finden Sie die aktuelle Stellungnahme samt Forderungen zum Download.

Foto: Sandra Weller

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