Es geht doch: Pilgern vor der Haustür

SCHWEINFURT. Für Mitte September hatten das Evangelische Bildungswerk Schweinfurt (EBW) in Kooperation mit dem kda und dem Katholischen Bildungswerk zu einem „Pilgern vor der Haustür“ eingeladen. Unter dem Titel „Alle meine Quellen sind in dir“ aus Psalm 87,7 konnten die Teilnehmer*innen Lärm und Sorgen hinter sich lassen und innerlich auftanken.

Sich auf den Weg machen

Pilgern als kleine Auszeit mitten im Alltag ist ein Sich-auf-den-Wag-machen. Sich ansprechen lassen, um Neues auszuprobieren. Mit der Einweisung ins Hygienekonzept begann der Pilgertag am kleinen See in den Wehranlagen in Schweinfurt. Für einige Teilnehmende war es ihr erster Pilgerweg überhaupt. Es war ein Aufbrechen vor der Haustür. Die Geschäftsführerin des EBW, Frau Maike Schaub-Vaupel, übernahm die Wegführung und Evi Pohl vom kda Bayern die Pilgerbegleitung für die Gruppe.

Nach einem Morgenimpuls mit Wegsegen führte der Weg am Main bzw. seinen Nebenarmen entlang durch die Flur Richtung Schonungen. Der anfänglich noch wahrgenommene Lärm der Stadt, von der Bundesstraße und der Bahnlinie Richtung Bamberg, wurde seltener unser Wegbegleiter, da die thematischen Unterwegs-Stationen unseren Blick immer mehr auf das Thema lenkten.
Dazu gab es bei warm-sonnigem Wetter herrliche Ausblicke in die umliegende Natur und auf das Schloß Mainberg. Pünktlich zur Mittagszeit kamen wir mit dem Läuten der Kirchenglocken aus den umliegenden Orten an der Schonunger Bucht an. Nach der Pause dort führte uns der Weg an einer Nebenstraße entlang Richtung Reichelshof und dann an abgeernteten Feldern vorbei an einen besonders schönen Platz:

Der Besinnungsplatz „Hohe Lohe“

Er wurde im Jahr 2000 vom Biotopverbund Sennfeld zur Bewahrung der Schöpfung errichtet. Er ist eng verbunden mit dem „Sonnengesang“ von Franz von Assisi.
Dort nahmen wir uns Zeit zum Ankommen und für eine Andacht. Der bisherige Pilgerweg, die Quellen unseres Lebens, die Schöpfung und unser Sein waren Anlass, Gott zu danken. Danach führten wir unseren Weg durch das kleine Wäldchen fort zurück zu den Wehranlagen.
Mit spürbarer Freude und Dankbarkeit der Teilnehmenden für das Angebot des Pilgerweges versammelten wir uns wieder am kleinen See. Reich an neuen Begegnungen und Erlebnissen ging dieser Pilgertag mit einem Abschiedssegen zu Ende.

Gestärkt zurückkehren – Pilgerstimmen

„Mit Mut und Zuversicht gestärkt kehre ich von meinem Pilgerweg in den Alltag zurück“, betonte eine Teilnehmerin. „Da habe ich eine gute Entscheidung getroffen, als ich mich anmeldete“ sagte eine weitere Teilnehmerin. „Endlich für ein paar Stunden nichts von Corona und Krise zu hören, das hat mir richtig gut getan. Den Blick auf die Schöpfung lenken sehr gut“, war eine weitere Rückmeldung.
Ja, es geht doch – Pilgern vor der Haustür mit MNS und Abstand!

Titelbild: Besinnungsplatz Hohe Lohe (Foto: kda Bayern)

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