Menschenrecht auf Arbeitsschutz

NÜRNBERG. Nicht nur durch den Lockdown, sondern auch durch die derzeitigen Lockerungen verändert sich unser Arbeitsalltag. In Kindertagesstätten in Bayern besteht im Moment Sorge um den nötigen Arbeitsschutz.

Mitarbeitervertretungen fordern mehr Schutz in KiTas

Das Arbeitsleben in unserem Land ist inzwischen wieder dabei sich zu „normalisieren“. Schulen und KiTas machen wieder auf, zahlreiche Arbeitnehmende kehren an ihre Arbeitslätze zurück, das Geschäftsleben ist längst angelaufen und kleinere Konferenzen finden wieder statt – hoffentlich unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. Doch die Bedrohung durch das Virus hält unvermindert an. Es gibt noch immer keine Impfung gegen Corona, es fehlen Schutzmasken sowie ein umfassend wirksames Medikament.
Nun stellt sich die Frage nach dem Arbeitsschutz für diejenigen Mitarbeitenden, die in dieser Lage an ihre Arbeitsstellen zurückkehren müssen. Haben jetzt wirklich alle Arbeitnehmende dieselben Möglichkeiten sich vor einer Infektion zu schützen? Die Situation von Kindestagesstätten in Bayern gibt aktuell Anlass zu begründeter Sorge. Jedenfalls weist der Gesamtausschuss der Mitarbeitervertretungen der Evang.-Luth. Kirche in Bayern auf die Herausforderungen der Erzieherinnen in einem offenen Brief mit Nachdruck hin.

Gute Arbeit nicht ohne Arbeitsschutz

Der Leiter des kda-Bayern Pfarrer Dr. Johannes Rehm mahnt in diesem Zusammenhang mit Nachdruck die Bedeutung des Arbeitsschutzes für alle Beschäftigenden an: „Als kda vertreten wir bekanntlich ein Menschenrecht auf Arbeit für alle. Wir meinen damit `gute Arbeit`, die erfüllt und nicht krank macht. Deshalb müssen alle arbeitenden Menschen, auch unter den schwierigen Corona-Bedingungen, denselben Anspruch auf Arbeitsschutz haben. Niemand darf sich gezwungen sehen, sich am Arbeitsplatz unkalkulierbaren Risiken aussetzen zu müssen. Ich wünsche deshalb sehr, dass Dienststellenleitungen im Zusammenwirken mit Betriebsräten bzw. Mitarbeitendenvertretungen hier schnell gute Problemlösungen finden, denn Arbeitsschutz ist Menschenrecht“.

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