„Solidarität ist Zukunft“ – nicht nur am 1. Mai

BAYERN. Es ist gute Tradition, dass der kda Bayern und die bayerischen evangelischen Arbeitnehmerorganisationen afa und EAG den Aufruf des DGB und seiner Einzelgewerkschaften am Tag der Arbeit unterstützen. Da Zukunft nur gemeinsam gelingen kann, greifen die evangelischen Organisationen in ihrer Erklärung zum Mai gerne das diesjährige Motto des 1. Mai auf: „Solidarität ist Zukunft“. Veranstaltungen dazu können dieses Jahr leider wieder nur sehr eingeschränkt stattfinden.

„Solidarität ist Zukunft!“ – Erklärung zum 1. Mai

Nicht erst die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass wir als Gesellschaft vor vielen Zukunftsherausforderungen stehen, für die wir Lösungen finden müssen:
Wie stoppen wir den Klimawandel? Wie machen wir unsere sozialen Sicherungssysteme generationensicher und zukunftsfest? Wie sichern wir Arbeit in Branchen, die im Umbruch sind und die durch die Pandemie stark beeinträchtigt sind? Wie machen wir Arbeit in Branchen attraktiv, denen Fachkräfte fehlen? Wie stärken wir den Zusammenhalt in einer sich vereinzelnden und polarisierenden Gesellschaft?

Was heißt dann „Solidarität ist Zukunft“? Als Kirchen orientieren wir uns dabei an dem, was wir in den biblischen Erzählungen finden. Daher sehen wir es als unseren Auftrag, Solidarität zu üben.
Biblische Solidarität denkt in Generationen. Wir haben Verantwortung füreinander zwischen den Generationen und für die kommenden Generationen.
Biblische Solidarität erwartet Schutz und Stärkung der Schwachen und nimmt die Starken in die Pflicht. Sie gilt nicht nur unter Vertrauten, sondern allen Menschen.
Biblische Solidarität ist dialogisch angelegt. Dazu gehört, einander wahrzunehmen, in Dialog zu treten und schließlich miteinander zu handeln.
Diese biblische Solidarität begründet sich im solidarischen Handeln Gottes in Jesus Christus. Durch sein Leben und Sterben weist er den Weg, wie Zukunft möglich ist.

Veranstaltungen am Tag der Arbeit vor allem digital

Eigentlich ist der 1. Mai dem Wortsinn nach ein Feier-Tag. Er ist traditionell geprägt von Aktionen, Kundgebungen und gemeinsamem Essen und Trinken. Doch leider muss darauf auch in diesem Jahr weitgehend verzichtet werden. Veranstaltungen können nur sehr eingeschränkt stattfinden, wie z.B. als Gottesdienst in der Schweinfurter Gustav-Adolf-Kirche. Der DGB hat für den 1. Mai ab 14.00 Uhr einen Live-Stream auf Youtube eingerichtet und lädt zu weiteren digitalen Angeboten ein.

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