Ruhestand heißt: Das Tempo selbst bestimmen

NÜRNBERG. Zwei Tage lang haben zehn Menschen im Alter von rund 60 Jahren auf ihr Berufsleben zurückgeblickt, Pläne für den Übergang und die Rente gemacht und sich darüber ausgetauscht. Das Seminar „Ruhestand im Blick“ regte die Teilnehmenden zum Weiterdenken an.

Gemischte Gefühle

Sehr unterschiedlich blickten die Teilnehmenden auf die Zeit des Ruhestands: Die einen können es kaum erwarten, die anderen würden am liebsten noch eine ganze Weile weiter arbeiten. „Ich schiebe das vor mir her mit der Rente, denn ich arbeite so wahnsinnig gerne“, erzählt eine. Ein anderer sagt: „Ich schaffe das nicht, bis 65 so zu arbeiten“. Die unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen zu hören war hilfreich, um eine eigene Haltung zu finden und offen zu erzählen. „Es war gut zu merken, ich bin mit meinen zwiespältigen Gefühlen nicht alleine“, so eine Teilnehmende. Denn einerseits gibt Abschiedsschmerz und Ängste beim Übergang aus dem Erwerbsleben: „Ich werde meine Klienten vermissen und die geistige Auseinandersetzung“, so beschreibt es ein Teilnehmer. Andererseits den frohen Blick nach vorne: Das Tempo selbst bestimmen, sich genau überlegen „Was muss ich mir noch antun?“ und das Leben bewusst gestalten sind starke Perspektiven, die Lust machen auf das Leben jenseits der Erwerbsarbeit.

Anregungen zum Weiterdenken

Das zurückliegende Erwerbsleben wertschätzend in den Blick nehmen, sich über Arbeit und Identität Gedanken machen und austauschen, Ideen für den Ruhestand sammeln und schon mal das eine oder andere praktisch ausprobieren – das war hier zwei Tage lang möglich. „Mir geht noch viel durch den Kopf und es hat einiges Nachdenken bei mir in Gang gesetzt“, bilanziert eine Teilnehmerin.

Das Seminar wird auch in 2019 und 2020 angeboten. Tagungsort ist jeweils Heilsbronn.

, , ,

Meldungsarchiv

Vorheriger Beitrag
Leben ist mehr als gepflegt sein
Nächster Beitrag
Vereinte Nationen fordern Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze

Ähnliche Beiträge

Menü