„Brot backen ist helfen mit den Händen“

BAYERN. In der Zeit vom Erntedankfest bis zum 1. Advent wurden überall in Bayern ganz besondere Brote gebacken. Konfirmandengruppen und Bäckereien beteiligten sich an der Aktion „5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“. Der Bäckermeister öffnet seine Backstube und die Konfirmanden*innen backen für den nächsten Sonntag Brote. Diese Brote werden nach dem Gottesdienst, gegen eine Spende, an die Gemeinde verteilt. Der Erlös der Aktion ist in diesem Jahr für Jugendhilfeprojekte in Äthopien, El Salvador und Indien bestimmt.

Aktion verbindet Leib und Seele

Über 40 Bäckereien und Kirchengemeinden in Bayern nahmen in diesem Jahr an der Aktion teil. In der Kirchengemeinde St. Gumbertus / Ansbach wurde die bayernweite Aktion am 30. September von Regionalbischöfin Gisela Bornowski eröffnet. Zuvor hatten sich die Konfirmanden*innen auf ein Jugendbildungsprojekt verständigt. „Wir haben El Salvador gewählt, da das Land nicht so sehr im öffentlichen Interesse steht. Äthiopien und Indien schon eher“. Am Tag vor dem großen Backen informierte Bäckermeister Lorenz Rager die 32-köpfige Konfirmandengruppe über regionalen Anbau und fairen Handel. Am Ende gab es vier Arbeitsgruppen: fürs Backen, Flyer verteilen, Brot ausgeben und das Einsammeln der Spende. In der Predigt ging es dann um die Geschichte der Speisung der 5000. Frau Bornowski machte deutlich: „das Teilen dessen, was da ist, eine große Rolle bei diesem Wunder spielt“. Die Aktion verbindet beides: „sie sorgt für Leib und Seele von Menschen, die weniger haben als wir und lädt zum Teilen ein. Und es wird etwas Wunderbares daraus“ führte Frau Bornowski weiter aus. Festlich umrahmt wurde der Gottesdienst durch den Einzug der Fahnenträger unter der Leitung von Kreishandwerksmeister Kurt Held.

Lebensmittel haben hohen Wert

Zum Abschluss der diesjährigen Aktion unterstrich Christopher Kruse die Bedeutung der Aktion aus Sicht des Bäckerhandwerkes: “Durch die Aktion `500 Brote, Konfis backen Brot für die Welt` begreifen junge Menschen wortwörtlich, wie schön es ist, Lebensmittel herzustellen. Indem sie das Backen in der örtlichen Bäckerei erleben und die selbst hergestellten Brote gegen eine Spende abgeben, erleben sie, dass Lebensmittel auch in unserer meist vollversorgten Gesellschaft einen hohen Wert haben.” Timo ein Konfi, der an der Aktion teilnahm, brachte seine gemachten Erfahrungen wir folgt auf den Punkt: „Brot backen ist helfen mit den Händen“.

Kooperationsprojekt von Handwerk und Kirche

In Bayern wurde die Aktion gemeinsam getragen vom Landesinnungsverband für das bayrische Bäckerhandwerk, dem Religionspädagogischen Zentrum, der Diakonie/ Brot für die Welt und der Fachstelle Kirche und Handwerk in Bayern beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt. Die Aktion stand unter der Schirmherrschaft des EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm.

Titelbild: Die Konfirmand*innen bei der Arbeit. Brot backen kann ganz schön anstrengend sein, aber auch Freude machen. (Foto: LIV)

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