Ich packe meinen Koffer…

„Ich packe meinen Koffer… und nehme mit..“ Wer Kinder hat, kennt diesen Satz sehr gut. Ein kleines Spiel, in welchem man als Erwachsener staunend feststellen kann, was Kinder so alles in einen Koffer mitnehmen. Früher waren es bei meinen Kindern von der Giraffe über das Haustier bis hin zu Omas und Opas nahezu „unmögliche“ Dinge. Heute sind es das Buch, das Ladekabel für das Smartphone, die Lieblingsklamotten.

Jetzt in der Ferien- und Urlaubszeit bekommt der Satz „ich packe meinen Koffer“ eine neue Bedeutung. Was nehme ich eigentlich mit, wenn ich in Urlaub fahre? Ich habe festgestellt, dass es mit den Jahren irgendwie immer mehr wurde, was da plötzlich den Weg in den Koffer gefunden hat. Mehr Socken, mehr Kleidung, mehr vermeintliche Sicherheit durch allerlei wetterfeste Kleidung und Gimmiks, die einem versprechen, den Urlaub zu den tollsten Wochen im Jahr zu machen.
Aber nicht nur mehr Dinge wandern in den Koffer. Gerade in der jetztigen Zeit, mit Corona und seinen Auswirkungen auf jede und jeden, ist der Koffer noch einmal ganz anders gefüllt. Passt es mit der Arbeit? „Darf“ ich eigentlich in Urlaub fahren? Auf was muss ich noch zusätzlich aufpassen? Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass immer mehr Sorgen viel Platz in diesem Koffer einnehmen. Der Koffer droht zu platzen und ist so schwer, dass es mühsam ist, ihn in Urlaub mitzunehmen. Dass der Koffer in diesen Wochen vielleicht sogar eine zu große Belastung ist und wie ein dunkler Schatten über der Urlaubszeit liegt.

Und dann? Dann versuche ich mich zu erinnern, wie es im letzten Jahr war als ich den Koffer zuhause wieder ausgepackt habe – und erkennen musste, was alles ungetragen, ungenutzt und nicht wichtig war. Mit wie wenig ich eigentlich ausgekommen bin, ohne dass es mir irgendwie negativ aufgefallen ist. Meine Tochter meinte zu mir als es um das Packen für den Urlaub in wenigen Tagen ging: „Weißt du Papa, eigentlich haben wir doch uns. Und mehr müssen wir gar nicht mitnehmen. Hauptsache wir haben Zeit miteinander.“
Wie steht es in Matthäus 6, Vers 21 so treffend: Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. Wie meine Tochter sagte – hautpsache wir haben Zeit füreinander und miteinander freie Zeit. Eigentlich habe ich gefühlt ja immer „zuviel“ dabei in meinem Koffer. Packe den Koffer zu voll und bin dann enttäuscht, wenn der Koffer zu schwer, zu hinderlich, zu belastend ist. Vielleicht sollte ich wieder lernen, den Koffer nur als Mittel zum Zweck zu sehen, wieder lernen, wo mein Herz ist und dass das eigentlich völlig ausreicht. Oder wie meine Tocher sagt: „Freu dich doch wenn die Sachen schon so zusammengelegt sind, dass sie wieder in den Schrank können…“
Und das Schöne dann beim Auspacken der Sand im Koffer ist, der aus den Ritzen rieselt und man sich erinnert an die Tage mit wichtigen Menschen und der Feststellung, dass der Schatz eben da ist, wo mein Herz ist. Ich packe meinen Koffer – und nehme diesmal „einzig“ mit: mein Herz

Ulrich Gottwald, kda-Regionalstelle Augsburg

(Titelbild: tookapic/ pixabay.com)

Mittwochsandacht

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Weitere Mittwochsandachten

Wie soll ich dich empfangen?

„Wie soll ich dich empfangen und wie begegn‘ ich dir?“ Dieser Frage mussten sich vor zwei Wochen die zukünftigen Fachkräfte aus den Ausbildungsberufen im Hotel- und Gastgewerbe in der schriftlichen Abschlussprüfung stellen. Die Aufgaben am Empfang haben die Azubis im Laufe ihrer Ausbildung nicht nur in der Berufsschule in Theorie,…
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Erhebt eure Häupter

Der Begriff Advent geht auf den griechischen Begriff epipháneia (Erscheinung) zurück. Im Römischen Reich wurde damit Ankunft und Anwesenheit von Amtsträgern, insbesondere von Königen oder Kaisern bezeichnet. In der christlichen Überlieferung steht Advent für die Hoffnung auf die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Der Advent gilt damit als Zeit der…
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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

„Wenn wir zusammen gehen, kommt mit uns ein bessrer Tag. Die Frauen, die sich wehren, wehren aller Menschen Plag. Zu Ende sei: dass kleine Leute schuften für die Großen. Drum kämpfen wir um’s Brot und wollen die Rosen dazu.“ In Kriegszeiten wird sexuelle Gewalt als strategische Waffe eingesetzt: Heute in…
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Wer einmal lügt…

Heute schon gelogen? Nicht, dass ich Ihnen etwas unterstellen möchte, aber laut wissenschaftlichen Untersuchungen lügen wir alle im Durchschnitt zweimal am Tag. Lüge ist jedoch nicht gleich Lüge. So unterscheidet die Psychologie zwischen weißer und schwarzer Lüge. Diese Unterscheidung liegt darin begründet, ob Lügen kitten oder killen. Wer der Arbeitskollegin…
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Ein bisschen Frieden…

Jeden Tag sehen wir in den Medien Schreckensbilder aus Kriegen in unserer Welt. Nicht nur der unmenschliche Krieg in der Ukraine vor unserer Haustüre in Europa, die sinnlosen Verbrechen in Mali, sondern auch unzählige andere Bürgerkriege, Anschläge, Vergeltungsmaßnahmen, Übergriffe, Terrorakte und Willkür finden zeitgleich auf unserer Erde statt. Ein bekannter…
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Klug werden

Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. (Psalm 90,12) Vielen erscheint das Leben ein ewiges Hamsterrad aus Arbeit und Konsum zu sein, bis wir sterben. Was bitte soll daran klug machen? Was soll man denn aus der Tatsache, dass wir sterben müssen, lernen? Am…
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Das Reformationsfest feiern

Jakobus 2,17: „So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.“ In wenigen Tagen feiern wir in der Evangelischen Kirche das Reformationsfest. Bereits über 500 Mal jährt es sich, genau genommen zum 505. Male. Es hat in diesen vielen Jahren eine Menge Veränderung in der…
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Genug gebacken

„Nächstes Jahr machen wir zu.“ So eröffnete es mir mein Bäcker kürzlich. „Lang genug habe ich gearbeitet. Irgendwann muss auch Schluss sein.“ Weder die Tochter noch der Sohn wollten den elterlichen Betrieb weiterführen. Ob sich ein Käufer findet, steht in den Sternen. Ab nächstem Jahr heißt das für mich, mir…
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Tue Gutes und rede darüber

„Tue Gutes und rede darüber.“ Diese Haltung fällt gerade Christen nicht immer leicht. Viele, darunter ich, wurden so erzogen, von sich und auch den eigenen guten Taten und Wirken kein Aufhebens zu machen. Christus ermutigt uns mit folgenden biblischen Worten aus der Bergpredigt: „Ihr seid das Licht der Welt: Eine…
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Vertrauen entscheidet

Letzten Sonntag feierten wir das Erntedankfest. Wir haben uns bedankt, dass wir satt wurden, dass wir versorgt waren. Wir haben für andere gebetet, denen es nicht so gut geht. Wir versuchen mit Hoffnung und Zuversicht auf das kommende Jahr zu blicken. Trotzdem lauern Fragen wie: Wird alles gut gehen? Werden…
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Den Gürtel enger schnallen

Eine persönliche Wahrnehmung an diesem Samstag in einem Supermarkt, erlebt vor den vollen Regalen: Eine Mutter sagt zu ihrem Sohn: „Wir kaufen nichts. Wir müssen die nächsten Sonderangebote abwarten. Es ist alles so teuer, nicht zu bezahlen“. Leider habe ich nicht das Gespräch gesucht. Ich habe mich weggeduckt, Solidarität und…
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Ich möchte den Manager sprechen

Arme Karen. Besser gesagt tun mir alle Karens dieser Welt ein bisschen leid, also diejenigen Menschen, die wirklich Karen heißen. Ja, das klingt jetzt ein wenig kompliziert. Denn es gibt neben den Frauen, die diesen Namen von ihren Eltern erhalten haben, eine zweite Gruppe „Karens“. Es ist quasi ein Titel,…
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Vom geknickten Rohr und glimmenden Docht

Es gab und gibt so viel Schlimmes in der letzten Zeit: die Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und die Klimakatastrophe sind vielleicht die drei schwerwiegendsten. Menschen haben gehandelt oder nicht gehandelt. Entstanden sind unter anderem Maßnahmen und Handlungen sowie Nicht-Maßnahmen und Nicht-Handlungen. Niemand weltweit blieb und bleibt unberührt von…
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Bei meinem Namen gerufen

Gender–Bashing von rechts und Klagen von Mitarbeitenden des VW Konzerns gegen Gender Sprachregelungen in Unternehmen sind in der Berichterstattung zuletzt häufig anzutreffen.  Neulich hat die Teilnehmerin eines Frauen-Seminars mir erzählt: „Ich habe noch Einzelhandelskauf’mann‘ gelernt. Überall stand ‚Mann‘ drauf. Zu der Zeit war das ganz normal. Ich finde es ganz…
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Wirtschaftskrise

Als er aber alles verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er fing an zu darben. (Lk 15, 14) Immer wieder ist in der Bibel von Hungersnöten die Rede. Wenn von der Wirtschaft und dem menschlichen Wirtschaften gesprochen wird, dann bedeutet es von jeher einerseits Wirtschaftswachstum, aber…
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Besitz

Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen. (Ps 24, 1) Besitztümer sichern, Besitz wahrnehmen, Besitz erwerben – all dem gilt direkt oder indirekt ein erheblicher Teil der im Arbeitsleben eingesetzten Energie. Da, wo Besitzansprüche geltend gemacht werden, gehen diese stets auch mit…
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Lohn

Denn ein Arbeiter ist seiner Speise wert. (Mt 10, 10) Was ist meine Arbeitsleistung meinem Arbeitgeber wert? Und für wie wertvoll halte ich selbst meinen Arbeitseinsatz? Heikle Fragen sind das, die sich in jedem Arbeitsleben immer wieder stellen. In dem Lohn, den ich für meine beruflichen Bemühungen bekomme, drückt sich…
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Arbeit

Dann geht der Mensch hinaus an seine Arbeit und an sein Werk bis an den Abend. (Ps 104, 23) „Ich bin dann auf der Arbeit“, das sage ich zu Mitmenschen, die mich fragen, wo ich in der nächsten Woche anzutreffen sei. „Ich bin gerade bei der Arbeit“ lautet die Auskunft,…
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Ich bin mal im Urlaub

Es ist wieder soweit. In Bayern beginnen die Sommerferien und damit beginnt auch für viele Berufstätige die Urlaubszeit. Während die Schüler*innen Ferien haben, müssen sich Arbeitnehmer*innen ihren Urlaub genehmigen lassen. Das verwundert nicht, geht doch das Wort Urlaub auf das alte Wort urloup zurück, was ganz allgemein „Erlaubnis“ bedeutete. Und…
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Gnade vor Leistung und Recht

Sondersitzung des Mitarbeiterteams. Innerhalb von nur drei Monaten brach der Umsatz des neuen Produkts um über 50 Prozent ein. In der jahrzehntelangen erfolgreichen Firmengeschichte gab es so etwas noch nie, ein absolutes Debakel, trotz der enormen Marketinganstrengungen der Firma. Das neue Produkt konnte sich am Markt nicht, wie firmenintern prognostiziert,…
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Sommerzeit ist Pilgerzeit

Endlich ist es wieder soweit. Sommerzeit ist Pilgerzeit. Die Richtung ist ganz leicht zu finden, nach Westen bis Santiago de Compostela, der Hauptstadt der nordwestspanischen Region Galizien und Ziel aller Jakobspilgernden. Die Wegstrecke ist bereits geplant. In diesem Jahr geht es von Kempten im Allgäu bis nach Lindau am Bodensee.…
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Rüstzeit

Während diese Zeilen veröffentlicht werden, sind wir im kda Bayern in den letzten Zügen unserer Rüstzeit. Einmal im Jahr treffen wir uns zu Betriebsausflug, Betriebsbesuch, Mitarbeitendenversammlung und Klausur. Es ist eine intensive Zeit, die wir nutzen, um als landesweite Einrichtung die Zusammenarbeit zu stärken und uns in Rück- und Ausblick…
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Es darf auch mal Schluss sein!

Es ist so weit. Die große Reisezeit steht unmittelbar bevor. Familien mit Kindern müssen sich, zumindest in Bayern, noch ein wenig bis zu den Sommerferien gedulden. Arbeit ist gut und wichtig, Pausen sind es auch. Denn Arbeit kann durchaus zur Belastung werden, wenn sie zwischendurch nicht auch einmal aufhört. Es…
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Die Gleichzeitigkeit im Leben

Diese Gleichzeitigkeit ist manchmal so schwer zu ertragen: Die Natur zeigt sich von ihrer besten Seite, wir genießen das ausgehende Frühjahr, freuen uns auf den Sommer, ABER dürfen wir das? Uns freuen, wenn gleichzeitig der Krieg (nicht nur) in der Ukraine in den fünften Monat geht? Freunde, dass der Mandelzweig…
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Von der Würde des Alters

Vom Alter im Allgemeinen und vom Alter als sozialpolitischer Herausforderung reden derzeit viele. In meinem Arbeitsfeld, dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt, treten wir im Auftrag unserer Kirche öffentlich für die Würde des Alters und der Pflegeberufe ein. Damit greifen wir einen biblischen Grundzug auf. In den Sprüchen Salomos heißt…
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Pfingsten in der Arbeitswelt

Am vergangenen Wochenende ist mit dem Pfingstfest das letzte Hochfest im christlichen Jahreskreis gefeiert worden. Von den drei Hochfesten Geburt Christi, Auferstehung und Pfingsten ist sicher das letzte als Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes jenes mit den meisten Fragezeichen für viele. Andererseits begründet Pfingsten und das Bewusstwerden des Heiligen…
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Leben bedeutet Wandel

Wandel ist in der Arbeitswelt der Normalfall einer immerwährenden Transformation, der Menschen betrifft, die Waren produzieren, sie vertreiben und die sie konsumieren. Wandel ist anregend, aber auch anstrengend. Je nach Rolle und je nach Situation ist Wandel bzw. Transformation einmal gut und einmal schlecht für uns. In einem digitalisierten Zeitalter…
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Abstiegskrampf

Was spielten sich am vergangenen Wochenende wieder für Szenen ab! Völlige Begeisterung traf auf lähmende Stille, Jubelschreie auf Rufe der Verzweiflung und Wut. Und vielen dröhnten die Ohren inmitten gellender Pfeifkonzerte. Um was ging es? Man ahnt es vielleicht schon. König Fußball versuchte an Samstag und Sonntag noch einmal alles…
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Froggen

Müßiggang ist ja eigentlich das Gegenteil von Arbeit: Hier das zielgerichtete Tun, um bestimmte Dinge zu erreichen, z.B. die Produktion von Gütern oder Dienstleitungen, dort das zweckfreie Sein, das Nichts-Tun ohne Ziel. Der Müßiggang ist einfach da, ist keine Erholung vom schwerem Tun. Das wäre ja wieder eine Funktion. Arbeit…
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GeMAInsam Zukunft gestalten

Es ist alle paar Jahre eine gute, inzwischen vertraute Wiederholung: Der Tag der Arbeit fällt auf einen Sonntag. Für viele ist dies erst einmal enttäuschend. Es bedeutet nämlich einen arbeitsfreien Feiertag in der Jahresbilanz weniger. Bei näherem Hinschauen jedoch fallen manche Parallelen der beiden Feiertage auf. So wie der Sonntag…
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Ein festlich gedeckter Tisch mit weißem Porzellan und mehreren Gläsern. Dekoriert ist der Tisch mit dunkelroten und roséfarbenen Pfingstrosen und Stoffservietten mit lila Schleife (Foto: Bildehagen/Getty Images via Canva)
Ein festlich gedeckter Tisch mit weißem Porzellan und mehreren Gläsern. Dekoriert ist der Tisch mit dunkelroten und roséfarbenen Pfingstrosen und Stoffservietten mit lila Schleife (Foto: Bildehagen/Getty Images via Canva)

Ein Wort für Dein Leben

Kürzlich hatte mein Sohn Konfirmation. Ein erhebendes Gefühl war es, ihn mit einer Schar junger Menschen in die Kirche einziehen zu sehen. Ein erhebendes Gefühl war es, als er in seiner Gruppe am Altar stand, die brennende Konfirmationskerze in der Hand. Ein erhebendes Gefühl war es, ihm die Hand segnend…
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Osterfriede

Friede sei mit euch! Joh 20, 19 Friede war das erste Wort des auferstandenen Jesus Christus, welches er am Abend des ersten Tags der Woche an seine verschreckte Jüngerschaft richtete, die gemeinsam seinen Tod betrauerte. So überliefert es Evangelist Johannes. Friede ist das erste Wort, weil er menschliches Zusammenleben und…
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Mehrere Menschen ziehen gemeinsam durch Schweinfurt auf dem Kreuzweg der Arbeit (Foto: kda Bayern)
Mehrere Menschen ziehen gemeinsam durch Schweinfurt auf dem Kreuzweg der Arbeit (Foto: kda Bayern)

Kreuzweg der Arbeit

Zu Beginn der Woche begingen Christinnen und Christen aller Welt den Palmsonntag als Einstieg in die sogenannte Kar- und Passionswoche. Ich habe diesen Einstieg diesmal besonders intensiv erlebt. Ich hatte Gottesdienst in meiner eigenen Gemeinde mit dem Namen Heilig Kreuz zu halten. Sie ist nach dem Kreuz benannt, welches ja…
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Zu sehen ist eine Sprechblase ohne Inhalt.
Zu sehen ist eine Sprechblase ohne Inhalt.

Sprachlos

„Die Corona-Pandemie hat viele Pflegekräfte nicht nur in ethische Dilemmata gestürzt. Dieses viele Sterben hat auch etwas ausgelöst. Viele hatten einfach gar keine Sprache dafür, was sie da umtreibt.“ So hat es Michael Wittmann, der Geschäftsführer der Vereinigung der Pflegenden in Bayern, in einem Austausch vor Kurzem auf den Punkt…
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Alles hat seine Zeit

„Da möchte man, dass die Zeit stillsteht!“, höre ich es von rechts. Ich sitze mit einem guten Freund in einem Weinberg in Franken, den Blick auf die Mainschleife, die Sonne im Gesicht und um einen herum nur Stille. „Ja“, denke ich mir, „das wäre jetzt was. Paradiesisch ist es hier.…
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Aus den Seiten einer Bibel wurde ein Herz geformt (Foto: Corinna Russow/kda Bayern).
Aus den Seiten einer Bibel wurde ein Herz geformt (Foto: Corinna Russow/kda Bayern).

Glaube – Hoffnung – Liebe

In der Nacht vom 23. Februar auf den 24. Februar 2022 begann der Angriffskrieg gegen die Ukraine. Der Einmarsch in die Ukraine macht viele von uns sehr betroffen. Was ist geschehen in einer Zeit, in der uns bereits die Corona-Krise seit zwei Jahren weltweit herausfordert? Alles, was wir für verbindlich…
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Unterschiedliche Schuhe (Schlappen, Ballerinas, Sandalen, Wanderschuhe, Flip Flops) sind auf einem Stapel zusammengewürfelt.
Unterschiedliche Schuhe (Schlappen, Ballerinas, Sandalen, Wanderschuhe, Flip Flops) sind auf einem Stapel zusammengewürfelt.

„Schöne Schuhe“

Am 16. März 2020, vor ziemlich genau zwei Jahren, wurde der erste Katastrophenfall aufgrund der Pandemie in Bayern ausgerufen. Wir gehen also in das dritte Jahr mit der Pandemie. Inzwischen machen sich Müdigkeit, eine gewisse Gleichgültigkeit, Monate der Angst und auch Gewöhnung bemerkbar. Beim Aufräumen des Schuhregals ist mir aufgefallen,…
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Zu sehen ist der Ostermarsch 2019. Mehrere Menschen ziehen gemeinsam durch Bonn und schwenken dabei Friedensfahnen.
Zu sehen ist der Ostermarsch 2019. Mehrere Menschen ziehen gemeinsam durch Bonn und schwenken dabei Friedensfahnen.

Widerstehen

In dieser Woche beginnt die Passionszeit. An deren Anfang steht die Auseinandersetzung mit Versuchungen. Wir sollen widerstehen. Der Beginn des Absatzes, in dem der aktuelle Wochenspruch des evangelischen Kirchenjahrs steht, macht dies besonders deutlich: „Kinder, lasst euch von niemandem verführen! Wer die Gerechtigkeit tut, der ist gerecht, wie auch jener…
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Hungrig

Ich gehöre zu den absoluten Mittagessern. Ohne Mittagessen geht bei mir gar nichts. Wenn sich die Uhr einmal schon auf halb zwei zubewegt und ich immer noch nichts zu essen bekommen habe, dann werde ich in der Regel ziemlich „hangry“. „Hangry“ ist zwar „Neudeutsch“, aber ich finde, es beschreibt meinen…
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Eine Person hält sich die Hand ans Ohr, um besser hören zu können (Foto: AndreyPopov/Getty Images Pro via Canva).
Eine Person hält sich die Hand ans Ohr, um besser hören zu können (Foto: AndreyPopov/Getty Images Pro via Canva).

Ich bin ganz Ohr

Es vergeht kaum ein Arbeitstag, an dem nicht genau dann mein Telefon läutet, wenn ich gerade konzentriert einen Text schreibe oder ein komplexes amtliches Schreiben zur Kenntnis nehmen muss. Da im Arbeitsleben Störungen Vorrang haben, hebe ich natürlich sofort ab und melde mich. Wenn ein vertrauter Kollege oder eine mir…
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Ermutigt durch die Jahreszeiten

Wir befinden uns gerade an einem Übergang von der Weihnachtszeit mit der Botschaft des neuen Lebens und der Hoffnung hin zur Passionszeit. Gerade in dieser Übergangszeit werden für unseren Lebens- und Arbeitsalltag kraft- und mutbringende Feste und Anlässe begangen: Am Montag der Valentinstag, in zehn Tagen das Faschingsfest. Wir Menschen…
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Verbindlich!?

Kürzlich in einem Gespräch mit einer Gastronomin: „Corona ist das Eine. Aber was uns gerade besonders zu schaffen macht, ist die Unverbindlichkeit der Gäste. Früher konntest du dich darauf verlassen, dass einer kommt, wenn er einen Tisch reserviert. Aber seit wir nach dem Lockdown wieder aufgemacht haben, ist das ganz…
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Lichtmess

Am heutigen Mittwoch, immer am 02. Februar feiert die Kirche Lichtmess. An Maria Lichtmess endete früher, in der noch bäuerlichen Gesellschaft, das Arbeitsjahr. Mit dem Tag verbanden sich Zahlungsfristen, Arbeitsverhältnisse und der Beginn des Bauernjahres. Viele Bauernregeln und volkstümliche Bräuche beziehen sich darauf: „Wenn´s zu Lichtmess stürmt und schneit, ist…
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Lückenhaft

Durch wie viele virtuelle Hände, glauben Sie, musste dieser Text wandern, bis er veröffentlicht werden konnte? Nein, ich spreche nicht von Zensur (und das würde dann kaum hier stehen). Es geht um Grammatik, Groß- und Kleinschreibung, Interpunktion und Kommasetzung (oder ist das das gleiche?). Es ist mir ein bisschen peinlich:…
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Gute Vorsätze

„Gut ist der Vorsatz, aber die Erfüllung schwer“ – musste schon Johann Wolfgang von Goethe erkennen. Gab es da nicht wieder Vorsätze für das neue Jahr? Als Beispiel ein paar Klassiker: Zu viel „Hüftgold“ angesammelt? – Ab jetzt zwei Mal in der Woche in Fitnessstudio! Sind die Kinder auf einmal…
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Weiß

Mein Januar ist „weiß“…, wie ein unbeschriebenes Blatt, wie ein Planer ohne Einträge oder eine Winterlandschaft, die noch nicht betreten wurde. In der Weihnachtszeit darf es gern ein bisschen kitschig sein mit Flitter, roten Kerzen, dem Leuchtstern der Brüdergemeine am Hauseingang und so weiter und so fort. Jetzt zu Beginn…
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Unterwegs im Leben

Der Wochenpsalm für die letzte Woche im alten Jahr, ist Psalm 121, ein Wallfahrtslied. Als ich den Psalm las dachte ich: „Wie passend ist das denn?“, und war positiv überrascht. Wallfahrt ist eine Art des Pilgerns, eine besondere, weil man mit einer festen Gruppe unterwegs ist. Es ist wichtig, dass…
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Frohe Weihnachten

Endlich einmal auftanken. Eine Sehnsucht, die diese Tage in so vielen Bereichen des Lebens mitschwingt. Endlich einmal ganz persönlich auftanken – nach 22 Monaten Corona-Pandemie mit all ihren Unsicherheiten, Auseinandersetzungen und Einschränkungen. Endlich einmal beruflich auftanken – nach Wochen der Existenzsorgen, des ständigen Umplanens oder des Arbeitens bis zur Erschöpfung.…
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„Chill mal“

„Alles was Sie beschäftigt, alles was Sie belastet, lassen Sie es für diese halbe Stunde vor dieser Kirchentür“, höre ich zu Beginn der Abendandacht. Die Dame hat leicht reden. Es geht schließlich auf zum Endspurt in diesem anstrengenden Jahr. Sind ja nur noch wenige Tage und schon ist der Kalender…
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Heilige in der Arbeitswelt

Es ist ja nicht so einfach über Heilige im protestantisch geprägten Umfeld zu reden. Die Reformation wirkt hier deutlich nach. In der Woche des Nikolausfestes möchte ich mit Ihnen der Wirkung von Heiligen in unseren Arbeitsalltag nachspüren. Dafür bin ich prädestiniert. Sowohl in meinem Vornamen Klaus wie auch in meinem…
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Mache dich auf

In diesen Tagen verabschieden wir uns vom alten Kirchenjahr und beginnen ein neues. Am 1. Advent beginnt eine besondere Zeit, es ist die Zeit der Erwartung, der Ankunft und der Zukunft. Für viele von Ihnen vielleicht auch eine besonders anstrengende Zeit in den Betrieben und Geschäften, in denen noch vielen…
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Mütend

„Mütend“ – so wird inzwischen der Gemütszustand vieler in unserem Land nach bald zwei Jahren Corona beschrieben. „Mütend“ – eine Mischung aus „müde“ und „wütend“. Müde angesichts von Arbeitstagen, die an Normalität vermissen lassen, ob in der Dauerschleife der Videokonferenzen, den Schutzroutinen am Arbeitsplatz mit Maskenpflicht, 3G-Kontrollen und Hygienemaßnahmen für…
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Stückwerke

Ich stehe im Bad vor dem Spiegel und creme mein Gesicht ein. Es war ein langer und arbeitsreicher Tag. Dementsprechend müde Augen blicken mir aus meinem Spiegelbild entgegen. In ihnen erkenne ich, was mich zurzeit beschäftigt: Das tolle Projekt, das ins Stocken geraten ist und nun frische Ideen und neuen…
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Mühselig und beladen

Ein kleiner, weißer Kastenwagen steht mit laufendem Motor in der Straße, der Warnblinker ist an, die Hecktüren sind offen. Zunächst ist niemand zu sehen. Plötzlich kommt ein Mann hektisch aus einem Hauseingang. Mit zwei Paketen auf dem Arm macht er sich auf zum nächsten Hauseingang. Kurz darauf kommt er ohne…
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Träume haben und Träume leben

Mein Enkel (4) beobachtet gerne Menschen bei der Arbeit. „Richtige Arbeit“, nicht PC oder Besprechungen. Und er will auch mal arbeiten: als Polizist, Feuerwehrmann, Ninja und Baggerfahrer, so ungefähr in der Reihenfolge. Und wenn wir kochen, will er Koch werden. Kinderträume, könnte man denken und weiter zur Tagesordnung übergehen. Aber…
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Nicht so wichtig!?

Wer ist mehr wert – der Abteilungsleiter oder die Reinigungskraft? Sieht man am Lohn, wieviel Wertschätzung eine Arbeit erfährt? Und müssten dann nicht gerade Pflegekräfte besser bezahlt werden? Die Corona-Pandemie hat das Brennglas auf so manchen Missstand gerichtet: Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie, Mangel an Intensiv-Pflegkräften, Erntehelfer, die zusammengepfercht hausen, um…
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Wer kennt mich und weshalb?

Daten sind scheinbar gut für das Geschäft. Jedenfalls zahlt es sich für Unternehmen, die viele Kundendaten besitzen, auch finanziell gut aus. Aber auch Daten von Mitarbeitenden vom Gesundheitsprofil bis hin zu Gemütsregungen können für ein Unternehmen sehr interessant sein. Schon bei der Stellenbesetzung werden Daten manchmal mit einbezogen, die nicht…
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Lasst uns aufeinander achtgeben

Hinter uns liegt ein schwieriges Jahr. Trotz Lockerungen merken viele, wie anstrengend die Monate mit Corona waren. Viele haben nicht nur im kleinen familiären Kreis, sondern auch in ihrem weiteren Umfeld erlebt, wie zerbrechlich Leben ist, nicht zuletzt auch bei der Flutkatastrophe Mitte Juli. Und doch haben diese Katastrophen auch…
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Was kommt da auf uns zu?

Nie waren die Zeiten gefühlt so unsicher wie momentan – zumindest seit ich auf der Welt bin. Voller Unsicherheit schauen wir auf die Umsetzung einer Wahl – welche Partei wird mit welcher Partei koalieren? Werden sie die Herausforderungen dieser Zeit meistern können? Pandemie, Arbeitslosigkeit, Zuwanderung, Finanzprobleme, Klimakrise und eine immer…
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Vogelschau

Gerade während der letzten beiden Sommer habe ich es sehr genossen, den Vögeln in unserem Garten zuzuschauen, wie sie von Ast zu Ast springen, von einem Strauch zum anderen flattern, wie sie im Geäst eines Baumes ihr Nest herrichten, an einer Wasserstelle im Garten trinken oder sich dort in der…
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Stolpern für die Gerechtigkeit

Der Weg aus meinem Büro hinaus ist neuerdings sehr gefährlich. Unsere Türen haben kleine Mini-Schwellen und die Schwelle meines neuen Büros ist doch tatsächlich einen Zentimeter höher als die alte. Und so stolpere ich momentan regelmäßig in den Flur unserer Zentrale wie James über den Tigerkopf. Wenn eine Treppenstufe nur…
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Offline ist der neue Luxus!?

Vor einiger Zeit stand der Spruch „Offline is the new luxury“ – „Offline ist der neue Luxus“ in meinem Wochenkalender. Er hat mich nachdenklich gemacht und seither immer wieder beschäftigt. Hat der Spruch Recht? Gerade in Zeiten, die durch Homeoffice und viele Videokonfrenzen geprägt ist? Auf Anhieb möchte man zustimmen.…
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Sand im Getriebe

Wer kennt nicht die Tage im Leben, an denen gut geplante Vorhaben in der Arbeitswelt oder Privat einfach nicht gelingen mögen. Auf dem Weg zur Arbeit, kaum unterwegs, schon der erste Stau, der die Geduld auf die Probe stellt. Nach der ersten Verspätung, die Firma ist schon in Sichtweite, dort…
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Wo Freude und Hunger der Welt aufeinander treffen

Sind Sie eigentlich ehrenamtlich tätig? Ja? Schön. Und wie sind Sie zu diesem Ehrenamt gekommen? Weil Sie schon immer ein bestimmtes Thema interessiert hat? Weil Sie eine bestimmte Arbeit überzeugt habt und Sie da mitmachen wollten? Weil einfach irgendetwas bei Ihnen vor Ort zu tun war und Sie es dann…
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Warst du heute schon im „G’schäft“?

Warst du heute schon im „G’schäft“? – Zuerst hat mich das irritiert, wenn meine Schwiegermutter, eine Nürnbergerin, mir diese Frage stellte: Wie jetzt? Geschäft? Sie weiß doch, dass ich bei der Kirche arbeite, ein Büro habe, eher nicht in „Geschäften“ ein- und ausgehe. Dann hat es mich immer wieder angeregt,…
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Einfach so beschenkt

Aber Gott ist reich an Barmherzigkeit. Mit seiner ganzen Liebe hat er uns geliebt und uns zusammen mit Christus lebendig gemacht. Das tat er, obwohl wir tot waren aufgrund unserer Verfehlungen. – Aus reiner Gnade seid ihr gerettet!  (Epheserbrief 2,4-5) Ein sehr dichtes, euphorisch vorgetragenes und für uns heute nicht…
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Durch´s Arbeitsleben wandern

„Vertraut den neuen Wegen – auf die der Herr uns weist, weil Leben heißt sich regen, weil Leben wandern heißt.“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 395) Diese Liedzeile kam mir in den Sinn, als ich kürzlich ein Interview lese mit einem jungen Mann aus Bayern, der auf die Walz geht. Die nächsten…
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Gewinner*innen

Wir sitzen am Tisch und spielen „Mensch ärgere dich nicht“. Mein Patenkind würfelt eine fünf. „Und schon bist Du raus!“ ruft sie mit einem kaum zu verbergenden Grinsen im Gesicht. Mit Freude stellt sie ihren gelben Spielstein genau dorthin, wo eben noch meine rote Figur stand. Jetzt muss ich schon…
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„Einmal Erbarmen, bitte!“

Schnell kommt das Gespräch am Tisch auf den jungen Mann, der uns bedient. Bei einem Teller weiß er nicht, von welcher Seite er ihn bringen soll, bei jemand anderem fehlt das Besteck. Er wird immer wieder gemustert während er uns bedient, aber keiner sagt was zu ihm. Erst als er…
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Unkündbar

So spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! (Jesaja 43,1) Wie sicher sind betriebliche Zusagen für das Arbeits- und Dienstverhältnis? Oft schneller als man denkt, gibt…
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Das stemme ich (nicht)!

Mancherorts ist es wieder soweit – Kirchweih wird gefeiert. In Coronazeiten nicht so wie früher, aber immerhin. Es ist schön und es tut gut, wieder Gottesdienst zu feiern und Gemeinschaft zu erleben. Bei dieser Gelegenheit wird – dieses Jahr in kleinerer Runde – traditionell gerne das eine oder andere Glas…
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Freihändig

Sommerzeit ist Fahrradzeit. Sind Sie schon einmal freihändig Fahrrad gefahren? Ich denke, Sie kennen den Spaß, den die junge Frau auf dem Bild hat. Freihändig, mit ausgebreiteten Armen, fährt sie auf ihrem Rad. Man könnte meinen, sie fliegt. Die junge Frau scheint sich gar keine weiteren Gedanken zu machen. Sie…
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Wenn’s mal kracht

Bei Kain und Abel fing es an: Seit Urzeiten geraten Menschen aneinander und miteinander in Konflikte. Glücklicherweise enden sie nicht immer tödlich. Der Grundkonflikt zwischen Gott und dem Menschen ist durch Jesus Christus, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung ein für alle Mal überwunden – Gott sein Dank! Das…
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Dankbar – im hier und jetzt

„Ist es nicht wunderbar an diesem Tag zu sein? Es ist ein Privileg, erachte es nicht als klein.“ Dieses Lied ertönt gerade aus meinem You-Tube Kanal. „Wunderbar“ ist es gerade bei uns nicht. Wir befinden uns immer noch in einer Pandemie. Viele Menschen haben einen geliebten Menschen verloren, andere ihren…
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Ich habe Feuer gemacht!

Ein Ur-Schrei schallt über den einsamen Strand der Insel, auf der Tom Hanks alias Chuck Noland im Film „Cast away“ festsitzt. Einsam und allein auf sich gestellt nach einem Flugzeugabsturz, schafft er es nach vielen Tagen endlich Feuer zu entzünden. Nie zuvor hatte er diese Fähigkeit gebraucht. Und nun bricht…
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Solidarität und Wankelmut

Ich stehe mit meinem Paket in der Schlange vor der Post. Nicht erst seit Pandemiezeiten ist sie oft lang. „Wir haben es uns halt anders überlegt.“ Aus diesem Grund gehen zahllose Pakete wieder zum Absender zurück. Statt der festlichen Hose möchte sie lieber ein Kleid. Die Backformen braucht er eigentlich…
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Einer trage des anderen Last

„167 von 876 Euro – einfach weg von meinem Gehalt. Was soll das? Wohin geht die Kohle und wozu?“ Sicherlich haben sich schon einige Azubis diese Frage gestellt, als sie ihre erste Lohnabrechnung in Händen hielten. Immerhin ist es ein gehöriger Batzen, der da vom ersten verdienten Geld einfach „verschwindet“.…
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schaut hin

Diese Woche vom 12.-16. Mai 2021 findet der 3. Ökumenische Kirchentag statt. Ursprünglich für Frankfurt a. Main geplant, wird auch er weitgehend virtuell stattfinden. Als Leitwort wurde „schaut hin“ gewählt, eine Verdichtung aus dem Markusevangelium (Mk 6,38). Es ist die Geschichte der „Speisung der 5000“: Da antwortete er ihnen: »Wie…
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Solidarisch über Grenzen hinweg

In dieser Woche gedenken wir des Kriegsendes am 8. Mai 1945. Es ist in der heutigen Zeit nicht mehr üblich zurückzuschauen, bevor man in die Zukunft schaut. Meine Erfahrung ist, dass die Orientierung leichter fällt, wenn man weiß, woher man kommt. Man kann den bisherigen Weg weitergehen oder an einer…
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Freu dich!

„Das war komisch – der ging es richtig gut…“ Wir sitzen zusammen, online natürlich. Ein Austausch mit Frauen und Männern, die als Betriebsräte arbeiten. Und natürlich ist Corona auch in dieser Arbeit ein beherrschendes Thema, sei es wegen einem „Zuviel“ an Arbeit oder einem „Zuwenig“ an Aufträgen. In der Austuschrunde…
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Zeit für das tägliche Brot

Was verbinden Sie mit Brot? Vielleicht ist es der herrliche Geruch, der leckere Geschmack von frischem Brot oder bestimmte Erinnerungen. Brot gehört einfach zu unserem Leben dazu. Heute, am 21. April, ist der „Tag des Brotes“ und in vielen Bäckereien gibt es dazu Aktionen. 3200 Brotspezialitäten werden in Deutschland angeboten…
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Leistungsschwankung

Vor wenigen Wochen war Jahrestag des Corona-Lockdowns und allmählich lässt die Kraft nach. Die Kraft sich anzupassen, durchzuhalten und hoffnungsvoll in eine Zukunft zu sehen, die man nicht kennt. In den Belegschaften merkt man deutlich, wie die Menschen schwächer werden, nicht mehr so leistungsfähig sind wie früher, wie der Biss…
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Emmaus-Momente

„Das ist es!“, denke ich als ich abends mit der Zahnbürste im Mund im Bad stehe. Jetzt weiß ich, wie ich es mache. Schon lange habe ich dieses Problem aus der Arbeit mit mir herumgetragen ohne eine Lösung dafür zu wissen. Doch ganz plötzlich – fast schon wie ein Geistesblitz…
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Saat auf Hoffnung

Diese Woche ist die sogenannte Karwoche – eine besondere Zeit und Möglichkeit des Innehaltens, der Stille und des Gebets.  Aufgrund der Diskussion um pandemiebedingte weitere Ruhetage im Vorfeld des Osterfestes rückt die Karwoche besonders in den Focus. In der Karwoche erinnern wir an den Leidensweg von Jesus Christus, seiner Hingabe…
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Jeder Sonntag ein kleines (Oster-)Fest

NÜRNBERG. Am Sonntag ist Ostern. Dieses Fest bestimmt bis heute unseren Wochenrhythmus, erinnert doch jeder Sonntag an die Auferstehung Jesu an Ostern. Was den Sonntag bis heute sonst noch zu einem besonderen Tag macht, darüber unterhalten sich Diakon Martin Deinzer vom kda Bayern und Rita Wittmann, Gewerkschaftssekretärin bei der Vereinigten…
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Bete und arbeite (und lies)

„Ora et labora“ oder auf Deutsch „bete und arbeite“, so wird der bekannte spätmittelalterliche Grundsatz klösterlichen Lebens gerne verkürzt zitiert. Er drückt die tiefe geistliche Erfahrung aus, dass eine wechselseitige Durchdringung sowie ein gegenseitiges Spannungsverhältnis von Gebet und Arbeit zu einer spirituellen Bereicherung führen kann. Gerne wird der Benediktinerorden mit…
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Andere Spielregeln

„Uno!“, ruft mein Patenkind mit einem kaum zu verbergenden Grinsen im Gesicht. Mit Freude legt sie dabei ihre vorletzte Karte auf den Stapel während ich noch die ganze Hand voll habe. Eigentlich macht es mir nichts aus, beim Kartenspielen auch mal zu verlieren. Aber das wäre nun schon die dritte…
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Wenn die Erde zur Ruhe kommt

„Die Erde steht derzeit still – zumindest ein bisschen“, so konnte man in einem Artikel in der Zeitung „WELT“ lesen. Wie Wissenschaftler feststellten, ist unser Planet aufgrund der Corona-Krise und den damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen tatsächlich ruhiger geworden. Das durch menschliche Aktivitäten verursachte Summen und Brummen, welches von Detektoren als seismisches…
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Gehen dürfen

Schade, dass es so zu Ende geht. Eigentlich hätte ich mir das anders vorgestellt. Jetzt ist ja gar niemand da, der „Tschüss“ sagt… Nach einem langen Arbeitsleben in den Ruhestand gehen zu dürfen, für viele eine schöne Vorstellung. So war auch der Plan eines Mannes, den ich schon länger kenne.…
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Entschuldigung!?

„Im Namen unserer Bank bedauere ich natürlich, dass Sie als unser Kunde nicht die zu erwartenden Renditen erwirtschaften konnten.“ – „Es tut mir leid, liebe Kollegin, falls Sie sich von meinen direkten Worten angegriffen fühlen, aber wenn sie einmal sachlich auf die Situation schauen, dann könnten sie doch folgendes sehen.“…
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Ganz gelassen

„Also der Fasching ist in diesem Corona-Jahr auch nicht so das Wahre… das macht doch alles keinen Spaß mehr!“ Solche oder ähnliche Aussagen begegnen uns zurzeit häufig. Die Zukunft ist ungewiss und bereitet Sorgen. Stete Unzufriedenheit und Sorge rauben uns jedoch schnell die Kraft für den Alltag. Was können wir…
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Lichtgestalten

Eines der letzten Ereignisse in meinem Büro, war die Installation einer neuen Leuchtstoffröhre. Kaum hatte sie unser Hausmeister installiert, hatte ich das Gefühl, die Arbeit geht irgendwie leichter von der Hand. Ich sah mich und meine Arbeit in einem ganz neuen Licht. Licht hat eine direkte Auswirkung auf unsere körperliche…
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Zeit – Last oder Segen?

Der du die Zeit in Händen hast, Herr, nimm auch dieses Jahres Last und wandle sie in Segen. (EG 64) Noch gar nicht so lange her, haben wir am Altjahresabend im Gottesdienst dieses Lied gesungen und es mehr als sonst wirklich so gemeint. Zeit haben wir eigentlich alle gleich zugeteilt…
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Jeden Tag ein Stück

Ganz offensichtlich kommt auch Gott nicht ohne Kalender aus. Wenn ich mir seine ersten sieben Tage so anschaue, dann muss ich sagen: Respekt. Das ist weit mehr als eine 40-Stunden-Woche. Himmel und Erde gemacht, Sonne und Mond zum Leuchten gebracht, Meere geflutet, Bäume gepflanzt, mit Fischzucht angefangen, Regenwürmer vergraben und…
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Barmherzigkeit in der Arbeitswelt?!

Seit vielen Jahrzehnten gibt es im Bereich der christlichen Kirchen die gute Tradition, das neu begonnene Jahr unter einem ermutigenden Bibelvers zu stellen. Auch Menschen, die nicht christlich oder religiös sozialisiert sind, fühlen sich oft angesprochen von dieser Losung als wichtigen Anstoß, um menschliches Denken und Handeln zu reflektieren. Die…
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Leitstern in unruhigen Zeiten

Im vergangenen Jahr wurde uns einiges abverlangt an Flexibilität und Anpassung. Immer neue Regeln machten die Ausübung unserer Berufe schwierig. Für fast alle bisher eingespielten Abläufe mussten persönliche Risikoeinschätzungen getroffen werden, mancher Arbeitnehmer wünschte sich klarere Ansagen von seinem Chef, aber die Leitenden mussten sich selbst erst orientieren. Selbstständige mussten…
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Das Jahr zurücklegen in Gottes Hand

Es ist genug, wir sind voll Angst …den Arbeitsplatz zu verlieren, dass die Kinder den wechselnden Schulsituationen nicht standhalten können und unsere Alten zu wenig Fürsorge erfahren. Wir legen unsere Angst in Gottes Hand. Es ist genug, wir sind voll Ärger…, über sogenannte „Querdenker*innen“, den abgesagten Urlaub und über den…
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Gesegnete Weihnachten

Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar. (Römer 1,19) Wie gerne würde man in diesen Tagen im Berufsalltag einmal auf die Gesichtsmasken verzichten – sehen, mit wem man es zu tun hat, und gleichzeitig selbst als Gegenüber offenbar werden. Doch als Schutz sind sie derzeit unverzichtbar.…
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Stallgeruch

Ich rieche kaum etwas. Seit einigen Jahren schon lebe ich mit einer Einschränkung meines Geruchsinnes. Manchmal rieche ich tagelang nichts, um dann doch wieder auch leichtere Aromen wahrzunehmen. Das ist nervig. Doch im Leben unsrer jungen Familie gab es Momente, in denen ich dann aber ohne Lüge sagen konnte: „Was?…
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Heilige Ruh‘

„Jetzt haben wir endlich unsere heilige Ruh‘!“ So brachte es meine Mutter manchmal nach einer langen Arbeitswoche oder an einem der ersten Urlaubstage zum Ausdruck. Als zugleich Alleinerziehende und Selbständige gab es nicht so viele Zeitfenster für eine heilige Ruh‘. Lange hatte ich an die heilige Ruh‘ nicht mehr gedacht,…
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Einzug im Leben – trotz Corona

Siehe dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. (Sacharja 9,9) Überall in den Straßen unserer Städte und Dörfer zeigen uns die Lichterketten und die geschmückten Tannenbäume, wir befinden uns in der Adventszeit. Advent ist die Zeit der Ankunft, der Erwartung und der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Der…
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Vom klugen Umgang mit Anfang und Ende

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. (Psalm 90,12) Am letzten Sonntag feierten die evangelischen Christen den Ewigkeitssonntag mit dem das Kirchenjahr seinen Abschluss findet. In vielen Kirchengemeinden werden im Gottesdienst die Namen der Verstorbenen des vergangenen Jahres verlesen. In diesem Jahr sind viele an…
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Buß- und Bettag – ein alter Feiertag ganz aktuell

Heute, am 18. November, ist Buß- und Bettag. Dieser evangelische Feiertag wurde immer wieder in Notzeiten und Gefahren ausgerufen, um die Menschen zu Umkehr und Gebet aufzurufen. Die Corona-Pandemie ist für viele Menschen eine Notzeit und eine Gefahr. Diese Tiefe des Einbruchs in diesem Jahr wird noch lange Auswirkungen auf…
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Vom Denken und Reden

Heute ist ein schöner sonniger Tag. Ich bin gut gelaunt, habe einiges in der Arbeit erledigen können und freue mich auf den Abend. Beschwingt schalte ich das Radio ein. Mal wieder höre ich Nachrichten zu Corona. Und plötzlich sinkt meine Stimmung, als würde eine schwarze Wolke über mich hinwegziehen. Negative…
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Gegen Laubbläser und anderen Lärm

Es ist unüberhörbar: meine Nachbarn haben nun auch einen – einen Laubbläser. Eigentlich hatte ich gehofft, mit dem Umzug ins Homeoffice ein Jahr mal eben diesem Lärm zu entgehen. Doch dem ist leider nicht so. In zuverlässiger Regelmäßigkeit dringt das laute Brummen des Geräts nun auch zuhause durch die geschlossenen…
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Begegnungen – grenzfrei

Kürzlich weilte ich für ein paar Tage im südthüringisch-oberfränkischen Raum. Eigentlich sollte da ein großes Begegnungstreffen anlässlich „30 Jahre Deutsche Einheit“ stattfinden. Die große Feier fiel aus, dafür gab es Begegnungen mit Menschen aus dem ehemaligen Grenzgebiet in den Kreisen Hildburghausen und Coburg. Durch die jahrzehntelang unberührte Natur ist der…
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Auf geht’s …

Wege machen unser Leben und unseren Alltag aus: in die Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen, in den Urlaub, zu Orten der Kultur und des Glaubens … welche davon dürfen oder müssen wir gehen, welche sind zu gefährlich in Zeiten einer Pandemie? Auch in der Arbeit fühlen sich…
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Hoffnung und Zuversicht

Als mein Mann kürzlich einen operativen Eingriff im Krankenhaus vornehmen lassen musste, durfte ich ihn aufgrund Corona ja gar nicht erst mit in das Krankenhaus begleiten. Auf der Heimfahrt mit dem Auto fiel mir ein, dass ich bei einem früheren Besuch in dieser Klinik im dortigen „Raum der Stille“ den…
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Vom Zeithaben und Zeitdieben

Kennen Sie nicht auch diesen Satz: „Ich habe keine Zeit.“? Oder haben ihn sogar schon einmal selbst verwendet? Mir kommt er immer wieder über die Lippen. Neuerding ärgert mich das. Warum? Nun davon handelt diese Andacht. „Meine Zeit steht in deinen Händen.“  (Psalm 31,16) Der Psalm macht deutlich, dass ich…
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Göttliche Güte statt menschliches Tarifrecht- Skandal im Weinberg?

Ein Arbeitstag geht zu Ende, die Arbeiter warten auf die Lohnausgabe. Jeder bekommt seinen versprochenen Lohn für seine Arbeit ausgezahlt. Die Arbeitnehmenden, die bereits in den frühen Morgenstunden begonnen haben, werden als Letzte in der Reihe ausbezahlt, so hat es der Chef angeordnet. Unzufriedenheit macht sich breit. „Warum bekommen die…
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Blick zum Nachbarn

Die zurückliegende Ferien- und Sommerzeit öffnete uns Bayern und Deutschen wieder den Blick zu unseren Nachbarn. Mein persönlicher Blick ging nach Westen zu unserem großen Nachbarn Frankreich. Dieses Jahr waren die Begegnungen in Frankreich geprägt vom Gedenken an 75 Jahre Ende des 2. Weltkrieges. Bis heute gibt es Regionen in…
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Mutige Aussichten

Wie sind bei Ihnen die Aussichten? Oder anders gefragt: Durch welche „Brille“ sehen Sie auf die kommende Zeit? Wir alle kennen den Ausdruck der „rosaroten Brille“. Mit ihr wird alles milder, schöner oder besser. Wirklich? Es kann gut oder auch schlecht sein, wenn wir nicht alles super ernst betrachten und…
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Der Kunde in mir

Damals, als wir noch richtig im Urlaub waren, da fuhren wir ans Meer nach Ostfriesland. Schon der Blick ins letzte Jahr klingt wie ein Bericht aus einer ganz anderen Zeit. Aber auch ohne Vorsichtsmaßnahmen im Zuge der Coronapandemie kam mir die Reise damals vor, wie in eine andere Welt. Als…
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Woher kommt Hilfe?

Wo finde ich Hilfe? Auf diese Frage gibt es wohl kaum eine pauschale Antwort. Als vor einigen Tagen kein warmes Wasser mehr aus meiner Wasserleitung kam, stellte sich mir genau diese Frage. Zum Glück hatte ich gleich eine passende Antwort gefunden und rief bei einem Sanitärbetrieb an. Ich war dann…
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LebensGeschichten hinter Fenstern

Manchmal schaue ich abends auf die Reihe der erleuchteten Fenster in meiner Straße und denke darüber nach, wie viele Lebensgeschichten sich wohl dahinter abspielen. Von einigen Nachbar*innen kenne ich Tagesrhythmen, die Automarke oder Balkonbepflanzung. Was in der Regel verborgen bleibt, sind die unbemerkten Geschichten: Da ist der Arzt, der jede…
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Wegzeiten

Ich steige aufs Fahrrad und radle los. Irgendwie fühlt es sich gar nicht so an, als ob ich in die Arbeit fahre, vielmehr mehr nach einem kurzen Ausflug. Mein Arbeitsweg hat sich durch Corona stark verändert. Meist besteht er nur noch aus ein paar Schritten von der Küche zu meinem…
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Was trägt uns wirklich im Leben?

Wenn ich morgens aufwache, denke ich: Ist es Wirklichkeit, in der ich mich befinde oder irgendein Science-Fiction-Film? Oh, sie ist immer noch da: Die Corona-Krise. Sie verunsichert uns auf ganz verschiedenen Ebenen. Wir alle sind auf persönliche oder wirtschaftliche Art betroffen. Manche leben in Sorge um eine Ansteckung, andere kämpfen…
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Solidarität der Generationen

In Deutschland herrscht „Generationenkrieg“, so steht es aktuell im Spiegel. Weil durch die geplante Rentenaufstockung jetzt einige Menschen im Alter etwas mehr Geld erhalten, müssten sich jüngere vor riesigen wirtschaftlichen Lasten fürchten. Mir kommt ein Bibelwort in dem Sinn, dass hochaktuell ist: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren,…
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Wolkige Aussichten

Haben Sie als Kind auch gerne mal in die Wolken geschaut? Vielleicht auf der Wiese hinterm Haus liegend, dabei einen Grashalm im Mund. Oder am Spielplatz um die Ecke auf der Schaukel hin und her schwingend, den Flugwind in den Haaren. Oder auf dem heimischen Balkon, über die Brüstung gelehnt,…
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Systemrelevant?!

Bin ich systemrelevant? Als alle Welt in die Heimbüros abtauchte, wurde plötzlich klar, systemrelevant sind vor allem die, die nicht zu Hause bleiben können: Krankenpfleger, Busfahrerinnen, Verkaufspersonal, die Müllabfuhr … die, deren Fehlen schmerzlich bemerkt werden würde. Den Kirchen warf man vor, allzu willfährig und ohne Widerspruch die Regelungen der…
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Teamwork ist Mist

Teamwork ist Mist. Finde ich jedenfalls. Nicht weil ich etwa Aversionen gegen Kolleg*innen oder Menschen im Allgemeinen hätte. Solange niemand meine Bürotasse benutzt, mag ich Menschen. Ich bin auch nicht gegen das Zusammenarbeiten. Ganz im Gegenteil, es gibt für mich nichts Erfüllenderes. Es ist nur dieses Schlagwort „Teamwork“, das mich…
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Durchschnaufen, runterkommen, Schwung holen

Halbzeit! Zeit zum Durchschnaufen, Runterkommen, Schwung holen. Im Fußball erfolgt dann eine Ansprache vom Trainer oder von der Trainerin, mal analytisch, mal motivierend, mal mehr Durchhalteparole, mal mehr Donnerwetter. Gelegentlich ist ein Team danach wie ausgewechselt. Wie sonst hätte etwa der FC Liverpool im legendären Champions-League-Finale von 2005 den 0:3-Rückstand…
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