Vom Denken und Reden

Heute ist ein schöner sonniger Tag. Ich bin gut gelaunt, habe einiges in der Arbeit erledigen können und freue mich auf den Abend. Beschwingt schalte ich das Radio ein. Mal wieder höre ich Nachrichten zu Corona. Und plötzlich sinkt meine Stimmung, als würde eine schwarze Wolke über mich hinwegziehen. Negative Gedanken kommen auf: Wie wird es weitergehen die nächsten Monate? Werden meine Familie und ich gesund bleiben? Werden wir es schaffen?
In dem Moment kommt mein Sohn zu mir und stellt mir eine Frage. Ich antworte genervt und gereizt.

STOP! Was mache ich? Worüber denke ich eigentlich nach? Die Medien bombadieren uns mit Meldungen zu Coronazahlen, Terroranschlägen, Kriegen, Machtkämpfen etc… Was macht das mit mir?
In den letzten Jahren habe ich gesehen, wie durch negative Gedanken Worte ausgesprochen wurden, die Beziehungen zerstören, egal ob privat oder beruflich. Die daraus resultierenden Verletzungen heilen nur langsam oder gar nicht mehr.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Gedanken, den Gefühlen, dem Reden und Handeln. Aber die gute Nachricht ist: Ich kann mein Denken positiv beeinflussen.
Darin ermutigt uns auch die Bibel in folgenden Versen:
Mehr als auf alles andere achte auf deine Gedanken, denn sie entscheiden über dein Leben. (Sprüche 4, 23)

Auch Jesus hatte Gedanken, die negative Gefühle ausgelöst haben.
In Johannes 12,27 spricht er von seinem nahen Tod: Jetzt habe ich Angst. Soll ich deshalb beten: „Vater bewahre mich vor dem, was jetzt kommen wird ? Nein, denn ich bin in die Welt gekommen, um dieses Stunde zu durchleiden“.
Wie geht Jesus mit seinen Gedanken um? Er trift eine Entscheidung.
Tue ich das auch? Ich möchte mich nicht von negativen Gedanken führen lassen, sondern will die Führung übernehmen und auf das Positive in meinem Leben schauen. Das führt dazu ein dankbares, fröhliches Herz zu haben.
Wie David. Er hat seine negativen Gedanken zu Gott gebracht und wurde fröhlich dabei, wie wir in Psalm 30,12 lesen: Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen, du hast mir den Sack der Trauer ausgezogen und mich mit Freude gegürtet.

Und welche Gedanken hat Gott über mich?
Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. (Jeremia 29,11)

Das gibt uns neuen Mut und Zuversicht, er kümmert sich um uns, und wir kümmern uns um unsere Gedanken. Ganz gemäß Luther: Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern.

Carmen Grewing, kda München

(Foto: ADragan/ Getty Images via Canva)

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