Woher kommt Hilfe?

Wo finde ich Hilfe? Auf diese Frage gibt es wohl kaum eine pauschale Antwort. Als vor einigen Tagen kein warmes Wasser mehr aus meiner Wasserleitung kam, stellte sich mir genau diese Frage. Zum Glück hatte ich gleich eine passende Antwort gefunden und rief bei einem Sanitärbetrieb an. Ich war dann sehr froh, dass ein Handwerker schnell kam, der die Heizung reparieren konnte.
Im Alltag gibt es neben gesundheitlichen Beschwerden ganz viele Situationen in denen wir auf Hilfe angewiesen sind: das defekte Auto, die verbogene Brille, das zerbrochene Fenster oder eben, wie bei mir, die Heizung. Zum Glück lässt sich für die meisten Nöte im Alltag jedoch schnell Hilfe finden.
Aber es gibt auch Situationen, bei denen die Frage nach der Hilfe nicht einfach durch ein kurzes Nachdenken oder mit einer Suchanfrage im Internet beantwortet werden kann. Zumal es auch nicht immer einfach ist sich einzugestehen, dass man Hilfe benötigt.
Im biblischen Psalm 121 heißt es zu Beginn: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“
Der Beter des Psalms weiß, dass er nicht alles in der Hand hat. Aber anstatt den Kopf hängen zu lassen, richtet er seinen Blick nach oben. Die Sicht nach oben schafft ihm Raum aus der eigenen Begrenztheit herauszutreten. Es ist ein Ausblick voll Hoffnung und Zuversicht.
Gerade in Zeiten von Krisen und Nöten, die über die alltäglichen Sorgen des Alltags hinausgehen, tut es gut zu wissen, an wen ich mich wenden kann und woher ich Hilfe bekomme. Der Psalmbeter wendet sich an Gott und weiß, dass er Gehör finden wird. Aus der Gewissheit heraus von Gott Hilfe zu erhalten schließt der Psalm mit einem Segen, den ich Ihnen mit in Ihren Tag, in Ihre Woche geben möchte:
Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

Roland Hacker, Referent Kirche und Handwerk, kda-Bayern

Foto: Andrea Piacquadio, Canva

Mittwochsandacht

Weitere Mittwochsandachten

Blick zum Nachbarn

Die zurückliegende Ferien- und Sommerzeit öffnete uns Bayern und Deutschen wieder den Blick zu unseren Nachbarn. Mein persönlicher Blick ging nach Westen zu unserem großen Nachbarn Frankreich. Dieses Jahr waren…
weiterlesen

Mutige Aussichten

Wie sind bei Ihnen die Aussichten? Oder anders gefragt: Durch welche „Brille“ sehen Sie auf die kommende Zeit? Wir alle kennen den Ausdruck der „rosaroten Brille“. Mit ihr wird alles…
weiterlesen

Der Kunde in mir

Damals, als wir noch richtig im Urlaub waren, da fuhren wir ans Meer nach Ostfriesland. Schon der Blick ins letzte Jahr klingt wie ein Bericht aus einer ganz anderen Zeit.…
weiterlesen

LebensGeschichten hinter Fenstern

Manchmal schaue ich abends auf die Reihe der erleuchteten Fenster in meiner Straße und denke darüber nach, wie viele Lebensgeschichten sich wohl dahinter abspielen. Von einigen Nachbar*innen kenne ich Tagesrhythmen,…
weiterlesen

Wegzeiten

Ich steige aufs Fahrrad und radle los. Irgendwie fühlt es sich gar nicht so an, als ob ich in die Arbeit fahre, vielmehr mehr nach einem kurzen Ausflug. Mein Arbeitsweg…
weiterlesen

Ich packe meinen Koffer…

„Ich packe meinen Koffer… und nehme mit..“ Wer Kinder hat, kennt diesen Satz sehr gut. Ein kleines Spiel, in welchem man als Erwachsener staunend feststellen kann, was Kinder so alles…
weiterlesen

Was trägt uns wirklich im Leben?

Wenn ich morgens aufwache, denke ich: Ist es Wirklichkeit, in der ich mich befinde oder irgendein Science-Fiction-Film? Oh, sie ist immer noch da: Die Corona-Krise. Sie verunsichert uns auf ganz…
weiterlesen

Solidarität der Generationen

In Deutschland herrscht „Generationenkrieg“, so steht es aktuell im Spiegel. Weil durch die geplante Rentenaufstockung jetzt einige Menschen im Alter etwas mehr Geld erhalten, müssten sich jüngere vor riesigen wirtschaftlichen…
weiterlesen

Wolkige Aussichten

Haben Sie als Kind auch gerne mal in die Wolken geschaut? Vielleicht auf der Wiese hinterm Haus liegend, dabei einen Grashalm im Mund. Oder am Spielplatz um die Ecke auf…
weiterlesen

Systemrelevant?!

Bin ich systemrelevant? Als alle Welt in die Heimbüros abtauchte, wurde plötzlich klar, systemrelevant sind vor allem die, die nicht zu Hause bleiben können: Krankenpfleger, Busfahrerinnen, Verkaufspersonal, die Müllabfuhr ……
weiterlesen

Teamwork ist Mist

Teamwork ist Mist. Finde ich jedenfalls. Nicht weil ich etwa Aversionen gegen Kolleg*innen oder Menschen im Allgemeinen hätte. Solange niemand meine Bürotasse benutzt, mag ich Menschen. Ich bin auch nicht…
weiterlesen

Durchschnaufen, runterkommen, Schwung holen

Halbzeit! Zeit zum Durchschnaufen, Runterkommen, Schwung holen. Im Fußball erfolgt dann eine Ansprache vom Trainer oder von der Trainerin, mal analytisch, mal motivierend, mal mehr Durchhalteparole, mal mehr Donnerwetter. Gelegentlich…
weiterlesen
Menü